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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Wed, 14 Oct 2026 15:08:48 +0200</pubDate><lastBuildDate>Wed, 14 Oct 2026 15:08:48 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-75685</guid><pubDate>Wed, 14 Oct 2026 12:00:16 +0200</pubDate><title>Vor 40 Jahren geweiht</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/vor-40-jahren-geweiht-13/</link><description>Vier Männer begehen am 26. Oktober das Jubiläum ihrer Diakonenweihe</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rottendorf/Schweinfurt/Steinfeld/Thulba</strong> (POW) Vier Diakone der Diözese Würzburg begehen am Montag, 26. Oktober, das 40. Weihejubiläum. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele weihte Diakon i. R. Bernhard Fenn (Thulba), Diakon i. R. Wolfgang Ley (Rottendorf), Diakon i. R. Juan-Antonio Puerto y Pintado (Schweinfurt) und Diakon i. R. Josef Seufert (Steinfeld) am 26. Oktober 1986 im Würzburger Kiliansdom zu Ständigen Diakonen.</p><p><em>Diakon i. R. Bernhard Fenn </em>(75) wurde 1951 in Hammelburg geboren. Der gelernte Bankkaufmann empfing am 26. Oktober 1986 im Würzburger Kiliansdom durch Bischof Dr. Paul-Werner Scheele die Diakonenweihe. Danach wirkte Fenn als Diakon mit Zivilberuf in den Pfarreien Aschach und Steinach. 1994 wurde er hauptamtlicher Diakon im Bezirkskrankenhaus Schloss Werneck und half weiterhin in Aschach und Steinach in der Seelsorge mit. Von 1995 bis 2015 leitete Fenn die Krankenhausseelsorge im Bezirkskrankenhaus Schloss Werneck. Von 1994 bis 1998 war er zudem erster Sprecher des Diakonen-Regionalkreises Bad Kissingen, von 2002 bis 2006 war er dessen zweiter Sprecher. Mehrere Jahre gehörte er als Beirat der Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Krankenhausseelsorge sowie dem Sprecherrat der Diakone im Bistum Würzburg an. 2015 wechselte Fenn als Diakon mit Zivilberuf in die Behindertenseelsorge im Haus Sankt Josef in Bad Kissingen sowie zur Mithilfe im Burkardus-Wohnpark in Bad Kissingen. Zum 31. Oktober 2020 wurde Fenn auf eigenen Wunsch als Diakon entpflichtet. Fenn ist verheiratet und Vater von vier erwachsenen Kindern.</p><p><em>Diakon i. R. Wolfgang Ley</em> (89) wurde 1937 in Kitzingen geboren. Der Verwaltungsangestellte empfing am 26. Oktober 1986 durch Bischof Dr. Paul-Werner Scheele im Kiliansdom in Würzburg die Weihe zum Ständigen Diakon. Danach wirkte Ley als Diakon mit Zivilberuf in Rottendorf, ehe er 1996 in die Pfarrei Würzburg-Sankt Barbara wechselte. Aus gesundheitlichen Gründen wurde Ley 2002 als Diakon entpflichtet. Bis 2006 engagierte er sich in der Notfallseelsorge und half bis 2010 in der Seelsorge aus. 1999 wurde ihm die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Ley ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.</p><p><em>Diakon i. R. Juan-Antonio Puerto y Pintado</em> (79) wurde 1947 im spanischen Miajadas geboren und erlernte den Beruf des Postbeamten. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele weihte ihn am 26. Oktober 1986 in Würzburg zum Ständigen Diakon. Anschließend wirkte Puerto y Pintado als Diakon mit Zivilberuf, ab 1990 als hauptberuflicher Diakon in Schweinfurt-Sankt Peter und Paul. 1990 wurde er außerdem Seelsorger für die Spanische Katholische Mission im Raum Schweinfurt. 2010 kam die Pfarrei Schweinfurt-Sankt Maximilian Kolbe hinzu. 2012 erreichte Puerto y Pintado das gesetzliche Rentenalter und war bis 2017 als Diakon mit Zivilberuf und bis August 2026 zur Mithilfe in der Seelsorge für die spanisch sprechenden Katholiken im Raum Schweinfurt tätig. Seitdem ist er zur Mithilfe in der Gefängnisseelsorge in der Region Schweinfurt beauftragt. Puerto y Pintado ist verheiratet und Vater eines erwachsenen Sohns.</p><p><em>Diakon i. R. Josef Seufert</em> (82) wurde 1943 in Lohr am Main geboren. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele weihte den Technischen Angestellten am 26. Oktober 1986 in Würzburg zum Ständigen Diakon. Danach war Seufert in Steinfeld als Diakon mit Zivilberuf eingesetzt. Von 1996 bis zu seiner Entpflichtung im Jahr 2013 war Seufert Diakon mit Zivilberuf in Karlstadt für das Kreiskrankenhaus und das Altenheim Heroldsstiftung. Seither hilft er in Steinfeld und Umgebung in der Seelsorge mit. Seufert ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Söhnen.</p><p>(4226/0966)</p>]]></content:encoded><category>Personalmeldungen</category><category>Schweinfurt</category><category>Main-Spessart</category><category>Würzburg</category><category>Bad Kissingen</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75429</guid><pubDate>Thu, 01 Oct 2026 16:49:37 +0200</pubDate><title>„Schulfonds Mbinga“ vergibt Stipendien an Schüler im Partnerbistum</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/schulfonds-mbinga-vergibt-stipendien-an-schueler-im-partnerbistum-2/</link><description>Würzburg/Mbinga (POW) Der „Schulfonds Mbinga“ hat Stipendien an zehn Schülerinnen und Schüler im tansanischen Partnerbistum Mbinga vergeben, mit deren Hilfe sie ihre schulische Ausbildung fortsetzen können.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Insgesamt investiert der Fonds fast 6000 Euro, teilen der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg und die Diözesanstelle Weltkirche mit. „Bildung eröffnet Zukunftsperspektiven – das gilt in besonderer Weise für junge Menschen in Tansania.“ Der Schulfonds unterstütze Schülerinnen und Schüler, deren Familien die Kosten für den Besuch einer Schule nicht aufbringen können. In diesem Jahr werden unter anderem zwei Schüler der Labor- und Krankenpflegeschule LIHETI (Litembo Health Training Institute) in Litembo und jeweils ein Schüler der Kigonsera Catechist Secondary School und der Fachakademie für Soziale Arbeit in Daressalam unterstützt. Der „Schulfonds Mbinga“ wurde 1993 vom Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg eingerichtet. Ziel ist es, begabten, aber bedürftigen Schülerinnen und Schülern durch Stipendien den Schulbesuch zu ermöglichen. Bildung und Ausbildung seien wichtige Voraussetzungen, dass junge Menschen ihre Lebensperspektiven verbessern und langfristig zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung ihrer Heimat beitragen können. Die Fördermittel werden aus den Zinserträgen des Fondsvermögens bereitgestellt. „Die Unterstützung ist dabei mehr als eine finanzielle Hilfe: Sie schafft konkrete Bildungschancen und verbindet die Menschen in den Partnerdiözesen Würzburg und Mbinga“, heißt es in der Pressemitteilung. Wer den Schulfonds unterstützen möchte: Spendenkonto: Diözese Würzburg, Schulfonds Mbinga, IBAN DE05750903000003000729, BIC GENODEF1M05, Liga Bank Würzburg.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75428</guid><pubDate>Thu, 01 Oct 2026 16:44:01 +0200</pubDate><title>„Der beste Beruf und die beste Berufung“</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/der-beste-beruf-und-die-beste-berufung-1/</link><description>Domvikar Paul Weismantel offiziell in den Ruhestand verabschiedet – Gottesdienst mit Weihbischof Reder im Exerzitienhaus Himmelspforten – Dank für Dienst als Spiritual, Ordensreferent und Geistlicher Leiter von Himmelspforten</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Bei einem Gottesdienst am Freitagabend, 25. September, in der Kapelle des Exerzitienhauses Himmelspforten in Würzburg ist <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/domvikar-paul-weismantel-geht-in-den-ruhestand/" target="_blank">Domvikar Paul Weismantel</a> (71) offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden. Zahlreiche Wegbegleiterinnen und -begleiter sowie Ordensangehörige waren gekommen, um mit dem ehemaligen Spiritual des Priesterseminars, Ordensreferenten des Bistums Würzburg sowie Geistlichen Leiter des Exerzitienhauses zu feiern. „Wir wollen Gott Dank sagen, der Dich in den Dienst genommen hat, und Dir für Deinen Dienst als Priester danken“, sagte Weihbischof Paul Reder, Regens des Priesterseminars und Ausbildungszentrums im Bistum Würzburg.</p><p>In seiner Predigt bezog sich Weihbischof Reder auf Worte aus dem Buch Kohelet: „Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit.“ Es sei immer zweierlei, diese Worte zu hören und auch anzunehmen. Mit Blick auf das vielfältige Wirken Weismantels könne man hinzufügen: „Es gibt eine Zeit, Verantwortung zu tragen, und eine Zeit, Verantwortung loszulassen. Es gibt eine Zeit, anderen Orientierung zu geben, und eine Zeit, sich selbst wieder neu von Gott führen und orientieren zu lassen.“ Geistliche Begleitung bedeute für Weismantel, eine Seelsorge zu profilieren, die „im wahrsten Sinne des Wortes Lebenshilfe“ sei. „Geistliche Begleitung heißt bei Dir nicht: Ich weiß, wo du hinmusst. Sie bedeutet vielmehr: Ich höre mit dir hin, um wahrzunehmen, wohin Gott ruft.“ Es sei nicht der Spiritual, der aus einem Mann einen Priester mache. Vielmehr gehe es darum, einen Raum zu schaffen, in dem ein Mensch vor Gott ehrlich werden, sein und bleiben könne.</p><p>Der Tagesheilige Nikolaus von der Flüe – Soldat, Ehemann, Vater, Bauer, Ratsherr und schließlich Einsiedler – sei immer wieder an einen Punkt gekommen, an dem er bisherige Wege verlassen und einen neuen Kurs eingeschlagen habe, fuhr der Weihbischof fort. „Das Aufgeben von Verantwortlichkeiten und das Beenden von Aufgaben konnte er annehmen und hat gerade so die Frucht seines Dienstes in der neuen Lebenssituation nicht verloren.“ Der Weihbischof dankte Weismantel für seinen Dienst als Priester, für sein Hören, Begleiten, Fragen und Ermutigen. „Für die kommende Zeit wünschen wir Dir etwas von der Freiheit des heiligen Nikolaus von der Flüe.“ Dazu gehöre, loszulassen, ohne sich verlassen zu fühlen, und still zu werden, ohne sprachlos zu werden. „Und die Freiheit, neu zu entdecken, dass die eigene Berufung größer ist als die jeweilige Aufgabe, die Dich in Deinen vielfältigen Diensten in Beschlag genommen und verpflichtet hat. Nimm auch den neuen Lebensabschnitt an, zur Ehre Gottes. Er möge Dir dazu seine Gnade schenken und Deinen Dienst weiter segnen und fruchtbar machen.“</p><p>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran und Ordensreferentin Ursulinenschwester Johanna Ankenbauer würdigten das Wirken Weismantels in der Stabsstelle für Orden und geistliche Gemeinschaften. Sie habe die Zusammenarbeit als „offen, vertrauensvoll, freundlich und kollegial“ erlebt, sagte Ankenbauer. Sie hob Weismantels „poetische Ader“ hervor, die auch der Arbeit mit den Orden und geistlichen Gemeinschaften zugutegekommen sei, etwa in Form von Beilagen bei den Weihnachtsbriefen. Der Generalvikar blickte auf die Ernennung Weismantels zum Ordensreferenten zurück. Durch seine jahrelange Tätigkeit und Erfahrung in der geistlichen Begleitung, der Exerzitienarbeit und bei Besinnungstagen habe dieser im Vorfeld viele und gute Kontakte zu den Ordensgemeinschaften geknüpft: „Es eilte Dir der Ruf voraus, dass unsere Ordensleute Dir am Herzen liegen.“ Er würdigte Weismantel als verlässlichen Ansprechpartner in der Personalkonferenz und nannte besonders auch die Exerzitienangebote, die „immer gut und gerne“ angenommen worden seien. Er dankte ihm für sein Engagement als Ordensreferent und wünschte ihm für den Ruhestand alles Gute und Gottes Segen.</p><p>Zum Abschied überreichten Vorndran und Ankenbauer eine Topfpflanze als symbolisches „Lebensbäumchen“. Es soll ein Zeichen für alles Wachstum und Reifen sein, das Weismantel selbst erfahren wie auch bei anderen angestoßen und begleitet habe. Ankenbauer überreichte zudem eine kleine goldene Schale, darin Papierröllchen mit Sätzen von Ordensgründerinnen und -gründern von Gemeinschaften aus dem Bistum, sowie eine Kerze. Die Schale stehe für das Kostbare, das Weismantel in seinem Dienst eingebracht habe. „Du selbst bist ein Schatz, wie jeder Mensch“, sagte Ankenbauer. Die Zettel seien ein Zeichen der Verbundenheit mit den Orden, aber auch eine Inspiration für das eigene spirituelle Leben. Die Kerze symbolisiere das Licht, das Weismantel durch seine „sympathische, humorvolle, unkomplizierte Art“, aber auch durch seine Tätigkeit als Seelsorger und die Verkündigung des Evangeliums gebracht habe. Die Anwesenden spendeten Weismantel lange Beifall.</p><p>Dieser dankte sichtlich bewegt für alle guten Worte: „Das hat mich tief berührt.“ Sein beruflicher Weg sei mit „vielen guten Begegnungen und Erinnerungen“ gesegnet. „Für mich ist es der beste Beruf und die beste Berufung – zu sehen, wie der Geist Gottes unter den Menschen wirkt.“ Er freue sich nun auf die bevorstehende Sabbatzeit, aber auch darauf, weiter Gottesdienste und Exerzitien halten zu dürfen. In seinem Elternhaus sei der Spruch „An Gottes Segen ist alles gelegen“ gehangen. „So war es damals, so ist es heute, und so wird es in Zukunft sein.“</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75411</guid><pubDate>Thu, 01 Oct 2026 09:52:36 +0200</pubDate><title>„Erinnerungskultur steht zunehmend unter Druck“</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/erinnerungskultur-steht-zunehmend-unter-druck-1/</link><description>Professor Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, warnt vor Geschichtsrevisionismus und fordert mehr historisch-politische Bildung – Referent bei Domschultagung</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten steht angesichts des weltweiten Rechtsrucks vor neuen Herausforderungen. Wie lässt sich Erinnerung lebendig halten und ihrer Relativierung begegnen? Bei einer Veranstaltung der Domschule Würzburg in Zusammenarbeit mit dem DFG Forschungsprojekt Verwundbarkeiten, dem Theologischen Forschungskolleg der Universität Erfurt und der Ruhr Universität Bochum, spricht am Mittwoch, 30. September, von 19 bis 20.30 Uhr im Würzburger Burkardushaus dazu Professor Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Im folgenden Interview fordert er eine wissenschaftlich fundierte Erinnerungskultur, die aus der Geschichte heraus demokratische Urteilskraft stärkt, und warnt vor Geschichtsrevisionismus, Desinformation und der Normalisierung rechtsextremen Denkens.</p><p><em>POW: Sie sind Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Was macht in Ihren Augen eine gute Erinnerungskultur aus?</em></p><p>Professor Dr. Jens-Christian Wagner: Unsere Aufgabe ist es, ein reflexives Geschichtsbewusstsein und historische Urteilskraft in der Gesellschaft zu stärken. Das ist etwas anderes als zu „erinnern“ und nur um die Opfer zu trauern. Wenn wir aus der Geschichte etwas lernen wollen, müssen wir danach fragen, wer die Menschen zu Opfern gemacht hat und warum er das gemacht hat. Und das heißt an erster Stelle, in gesellschaftsgeschichtlicher Perspektive danach zu fragen, wie die deutsche Gesellschaft im Nationalsozialismus, die ja radikal rassistisch und antisemitisch formiert war, überhaupt funktionierte. Es heißt, nach den Wechselwirkungen zwischen den Integrationsangeboten an die Mehrheitsgesellschaft auf der einen Seite und der Ausgrenzung, Verfolgung und dem Mord an Minderheiten auf der anderen Seite zu fragen. Es heißt, danach zu fragen, welche Rolle Verheißungen der Ungleichwertigkeit, Kriminalisierungsdiskurse gegenüber Minderheiten und Ideologien der Ungleichwertigkeit spielten. Das müssen wir quellengestützt und wissenschaftlich basiert aus der Geschichte herausarbeiten und dann in einem zweiten Schritt fragen, welche Rolle diese Faktoren heute spielen. Das bedeutet, dass die Auseinandersetzung mit der Geschichte immer auch eine Gegenwartsrelevanz hat, das aber nicht im affirmativen Sinn, sondern indem die Fragen an die Geschichte uns als Gesellschaft bei der demokratischen Selbstverständigung helfen: Was ist der Wert von Menschenrechten und Demokratie? Wie stellen wir sicher, dass die Würde des Menschen tatsächlich unantastbar ist?&nbsp;</p><p><em>POW: Parteien mit deutlich populistischen und antisemitischen Strömungen haben bei den jüngsten Landtagswahlen enorme Gewinne verzeichnet. Wie beeinflusst das die Erinnerungskultur in Deutschland?</em></p><p>Wagner: Wir erleben seit einigen Jahren nicht nur einen massiven Rechtsruck, und das weltweit, sondern auch einen erinnerungskulturellen Klimawandel. Insbesondere von der AfD und anderen extrem rechten Kräften werden notorisch geschichtsrevisionistische und holocaustverharmlosende Positionen verbreitet. Dahinter steckt System: Wenn Rechtsextreme in Deutschland erfolgreich sein wollen, müssen sie versuchen, sich von den nationalsozialistischen Verbrechen zu befreien, die rechtsextremes Denken und Handeln historisch belasten. Das macht man, indem man den Nationalsozialismus wie Alexander Gauland als „Vogelschiss“ in einer ansonsten ruhmreichen deutschen Geschichte bezeichnet, indem man Schuldumkehr betreibt und die Alliierten als die eigentlichen Kriegsverbrecher bezeichnet, oder indem man wie unlängst Alice Weidel gegen jede Evidenz behauptet, die Nationalsozialisten seien eigentlich Linke gewesen, womit man sich selbst von der Belastung durch die NS-Verbrechen befreit und sie zugleich dem politischen Gegner in die Schuhe schiebt. Das ist alles völlig grotesk, aber es trifft leider bei vielen Menschen auf fruchtbaren Boden, wozu nicht zuletzt auch Social Media beitragen. Wir leben leider in Teilen in einer postfaktischen Informationsgesellschaft, und das führt auch dazu, dass sich Fake History immer mehr ausbreitet. Die Leidtragenden sind nicht nur die Opfer der NS-Verbrechen, deren Würde mit Füßen getreten wird, sondern wir alle, denn die Demokratie wird damit systematisch ausgehöhlt.</p><p><em>POW: Was bereitet Ihnen daran konkret Sorge und welche politischen und gesellschaftlichen Reaktionen sind aus Ihrer Sicht erforderlich?</em></p><p>Wagner: Die konkreten Auswirkungen erleben wir in den Gedenkstätten nahezu täglich: Gedenktafeln werden mit Hakenkreuzen beschmiert, junge Menschen posieren mit White-Power-Zeichen vor den Verbrennungsöfen, in Schulklassen bemerken wir eine deutliche Abwehrhaltung gegenüber der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, und ständig werden wir mit geschichtsrevisionistischen Positionen konfrontiert. In Sachsen-Anhalt wird demnächst erstmals seit der Befreiung vom Nationalsozialismus eine rechtsextreme Regierung ins Amt kommen. Die AfD hat in ihrem Wahlprogramm angekündigt, was das bedeuten würde: Die Landeszentrale für politische Bildung, die unter anderem Gedenkstättenfahrten finanziell bezuschusst, wird abgeschafft. In der Kulturförderung soll die „deutsche Kunst“ im Mittelpunkt stehen, im Geschichtsunterricht soll die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus durch deutsche Heldengeschichten von Otto I. über Luther und Bismarck bis zu Nietzsche ersetzt werden. Das Bauhaus soll aus Sachsen-Anhalt vertrieben werden, und Vereine sollen nur noch Förderungen erhalten, wenn sie ein Bekenntnis zum Patriotismus ablegen. Gedenkstätten wird damit die Existenzgrundlage entzogen.</p><p><em>POW: Wie werden Sie darauf reagieren?</em></p><p>Wagner: Zunächst einmal ist es wichtig, Solidarität mit allen zu zeigen, die die AfD aus Deutschland vertreiben möchte. Wir müssen die Gefahren, die drohen, offensiv benennen. Schließlich muss die historisch-politische Bildung noch stärker in die Gesellschaft hineinwirken. Das heißt auch dort stärker präsent zu sein, wo heutzutage Wissensaneignung und Meinungsbildung vor allem stattfindet: im digitalen Raum. Der grassierenden Desinformation müssen wir fachlich fundierte, seriöse Information entgegensetzen. Und am wichtigsten ist: Wir alle sind aufgefordert, uns zu engagieren, in demokratischen Parteien, in der Zivilgesellschaft, aber auch im ganz persönlichen Umfeld. Wir dürfen nicht schweigen, wenn jemand im Bus oder in der Kneipe rassistische oder antisemitische Parolen verbreitet, sondern wir müssen widersprechen, Zivilcourage zeigen. Der Normalisierung rechtsextremen Denkens müssen wir ein mutiges, engagiertes Eintreten für die liberale Demokratie und die offene Gesellschaft entgegensetzen.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75407</guid><pubDate>Thu, 01 Oct 2026 09:25:43 +0200</pubDate><title>Vor der Katholikentags-Geschäftsstelle stehen die Umzugs-Lkw</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/vor-der-katholikentags-geschaeftsstelle-stehen-die-umzugs-lkw-1/</link><description>Würzburg (POW) Am Donnerstag, 1. Oktober, ist die Geschäftsstelle des 104. Deutschen Katholikentags nur noch Geschichte.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Der 105. Deutsche Katholikentag in Paderborn startet in Kürze in die heiße Phase der Vorbereitung. Derzeit verladen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle gemeinsam mit den Kräften einer Spedition das Inventar. Die Bibrastraße in der Würzburger Innenstadt ist deswegen für die Durchfahrt gesperrt. „Anders als hier in Würzburg auf dem Gelände der Erlöserschwestern werden Geschäftsstelle und Quartier für die Mitarbeitenden an zwei verschiedenen Orten sein“, erklärt Sabrina Zink, stellvertretende Geschäftsführerin des Katholikentags. Auch wenn der Ortswechsel im Zwei-Jahres-Rhythmus zur DNA der Großveranstaltung gehört: Ein wenig Wehmut ist bei Zink und ihrer Kollegin Hannah Aldenborg zu spüren. „Es war toll, mit der Geschäftsstelle mitten in der Innenstadt zu sein – mit kurzen Wegen zu allen Behörden und dem Bistumsbüro zum Katholikentag im nahen Kilianeum sowie vielen Möglichkeiten für die Mittagspause“, sagt Zink. Ab Donnerstag werden die Umzugs-Lkw in Paderborn ausgeladen. Die offizielle Eröffnung der dortigen Geschäftsstelle ist für den 26. Januar 2027&nbsp;geplant.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75406</guid><pubDate>Thu, 01 Oct 2026 09:19:14 +0200</pubDate><title>Erleben, wie bunt Kirche ist</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/erleben-wie-bunt-kirche-ist-1/</link><description>19. Auflage der „Nacht der offenen Kirchen“ an insgesamt 22 Orten – Podiumsgespräche, Mitmachangebote und viel Musik – Veranstaltungen zu aktuellen Themen wie Einsamkeit oder Künstliche Intelligenz – Erstmals Infostand auf dem Domvorplatz</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Spirituell, experimentell, aktuell: Die „Nacht der offenen Kirchen“ lockt jedes Jahr tausende von Menschen in die Kirchen in der Würzburger Innenstadt. Bei der 19. Auflage am Freitag, 2. Oktober, laden Kirchen und Kirchenräume unter dem Motto „Treffen Sie Gott und die Welt…“ zu Musik, Licht, Andacht, Diskussion, Begegnung, Kunst und Genuss ein. Das Programm listet insgesamt 22 Veranstaltungsorte auf. Die Stärke der Kirchennacht liegt in ihrer Vielfalt, sagen die Koordinatorinnen Gemeindereferentin Alexandra Eck, Referentin für citypastorale Projekte im Urbanen Raum Würzburg, und Pfarrerin Tanja Vincent, Koordination Evangelische Innenstadtarbeit im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Würzburg. Auch in diesem Jahr gibt es Neues zu entdecken. Erstmals laden die Russisch-Orthodoxe Kirchengemeinde und die Vineyard-Gemeinde in ihre Räume ein. Neu ist zudem ein Infostand vor der Dominfo auf dem Domvorplatz.</p><p>Die Idee zum Infostand basiert auf Erfahrungen der vergangenen Jahre. Oft hätten im Laufe der Nacht Besucherinnen und Besucher etwa gefragt, wo es beispielsweise jetzt gerade noch Musik gebe, erzählt Vincent. Am Infostand bekommen sie ab 18.30 Uhr, also noch vor Beginn der „Nacht der offenen Kirchen“, bis 22 Uhr Informationen zu den Angeboten, Hilfe bei der Suche nach einem bestimmten Kirchenraum sowie Antworten auf Fragen rund um die Kirchennacht. Programmhefte gibt es natürlich auch.</p><p>Die Russisch-Orthodoxe Kirchengemeinde und die Vineyard-Gemeinde waren bislang in anderen Kirchen zu Gast. Diesmal bieten sie jeweils ein eigenes Programm in der je eigenen Kirche in der Zeller Straße 45 beziehungsweise Beethovenstraße 2 an. So kann man bei der Russisch-Orthodoxen Gemeinde einen Vespergottesdienst feiern, die Ikonen-Kunst kennenlernen oder orthodoxen Gesängen lauschen. Die Vineyard-Gemeinde lädt von 19 bis 22 Uhr zu „Worship, Fürbitte und Gebet“ ein.</p><p>Musik spielt in fast allen Kirchen eine große Rolle. In der Deutschhauskirche singt etwa der Gospelchor „Troubadour“, in Sankt Johannis erklingt festliche Orgel- und Bläsermusik mit dem Blechbläserquartett der Musikschule Würzburg, und im Kiliansdom heißt es unter anderem „Power reloaded“ mit Luther Power Brass. In der Mutterhauskirche der Erlöserschwestern werden gleich vier Konzerte unter dem Leitwort „Vom Klang der Seele“ angeboten. Im Neumünster laden das Geschwister-Trio Netrval mit der Band „Lumika“ und der Frauenchor „TonArt“ aus Stetten zum Zuhören und Mitsingen ein. Die Nacht mit Musik ausklingen lassen kann man etwa bei einer musikalischen Abendandacht in der Marienkapelle oder einem Evensong in Sankt Peter und Paul.</p><p>Auch Veranstaltungen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen sind traditionell Teil der Kirchennacht. So lädt die Deutschhauskirche zu einem sogenannten World-Café zum Thema Einsamkeit. Das sei in dieser Form neu, sagt Vincent: Interessierte können sich an einen von drei „Gesprächstischen“ setzen und über Aspekte diskutieren, die vom jeweiligen Moderator oder Moderatorin vorgegeben werden. Im Neumünster wird ein Podiumsgespräch mit dem Titel „Raum – Region – Ratlosigkeit?“ angeboten. Vor dem Hintergrund immer größerer Seelsorgeeinheiten und schwindender Ressourcen geht es um Fragen wie: Wie bleibt Kirche vor Ort präsent? Welche Rollen spielen Ehrenamt und Ökumene? In der Christuskirche erfährt man bei einem Podium, warum in der methodistischen Gemeinde Würzburg seit 2022 auch queere Paare kirchlich getraut werden. In Sankt Peter und Paul befasst sich ein Vortrag mit der Enzyklika von Papst Leo XIV. zur Künstlichen Intelligenz.</p><p>Das sind nur einige Auszüge aus dem Programm. Für alle, die sich von der Vielfalt der Angebote zunächst überfordert fühlen, haben Eck und Vincent Tipps. „Fragen Sie sich: Was würde mir heute Abend guttun?“, rät Vincent. Das könne Musik sein oder die Diskussion mit anderen Menschen. Wer ein wenig abenteuerlustig ist, folgt dem Tipp von Eck: „Würzburg hat so viele Kirchen. Vielleicht ist eine darunter, die man noch nicht kennt. Und dann einfach hingehen und sich vom Programm überraschen lassen.“</p><p>Wer viel unterwegs ist, braucht eine Stärkung. Die findet man zum Beispiel in der „Genusskirche“ im Burkardushaus. Auch das „Café Mares“ der Erlöserschwestern ist geöffnet. Kleine Erfrischungen findet man unter anderem in Sankt Burkard, in der Christuskirche, der Deutschhauskirche und Sankt Martin.</p><p>Die „Nacht der offenen Kirchen“ endet um 23 Uhr mit dem Abschlussgebet und dem ökumenischen Segen auf dem Marktplatz vor der Marienkapelle. Mit welchem Gefühl sollen die Menschen dann wieder nach Hause gehen? „Für jene, die in der Kirche engagiert sind, wünsche ich mir, dass sie Bestärkung finden und erleben, wie bunt Kirche ist und wie viele sich engagieren“, sagt Eck. „Für die anderen würde es mich freuen, wenn Kirche sie überraschen und das eine oder andere Vorurteil aufbrechen könnte.“ Vincent packt es in drei Sätze: „Dass Sie überrascht sind von dem, was Sie finden. Dass Sie glücklich sind mit dem, was Sie erleben. Dass Sie sich freuen, gemeinsam mit anderen einen schönen Abend in Würzburg zu verleben.“</p><p><em>Das Programmheft zur „Nacht der offenen Kirchen“ liegt in der Dominfo, Domstraße 40, sowie in allen beteiligten Kirchen aus. Wer lieber papierlos unterwegs ist, findet auf den Plakaten einen QR-Code. Weitere Informationen zu Angeboten, Veranstaltungszeiten sowie eventuellen Programmänderungen im <a href="https://www.kirchennacht-wuerzburg.de/" target="_blank">Internet</a>&nbsp;und auf <a href="https://www.facebook.com/kirchennacht.wuerzburg" target="_blank" rel="noreferrer">Instagram</a>.</em></p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75405</guid><pubDate>Thu, 01 Oct 2026 09:04:31 +0200</pubDate><title>Sonntagsblatt: Abschied vom 104. Deutschen Katholikentag</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/sonntagsblatt-abschied-vom-104-deutschen-katholikentag-1/</link><description>Würzburg (POW) Das Bistum Würzburg verabschiedet sich endgültig vom 104. Deutschen Katholikentag. Darauf verweist das Würzburger katholische Sonntagsblatt in seiner Ausgabe vom 27. September.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Katholikentagsgeschäftsstelle zieht Ende September nach Paderborn um. Dort findet vom 24. bis 28. Mai 2028 der 105. Deutsche Katholikentag statt. „Es ist schon traurig, wieder wegzugehen“, sagt Cosima Jagow-Duda, Leiterin der Abteilung Presse und Marketing der Geschäftsstelle. In Würzburg gab es neben der Geschäftsstelle noch ein dreiköpfiges Bistumsbüro unter Leitung von Bischofsvikar Albin Krämer. Dieses wird am 31. Oktober geschlossen. Fast zeitgleich verschwinden die großen Banner mit dem Katholikentagsmotto an den beiden Türmen des Kiliansdoms. Dauerhaft werden vom Katholikentag viele schöne Eindrücke und Erinnerungen bleiben. „Der Katholikentag war für uns wie eine riesige Teambuilding-Maßnahme“, sagt etwa Annika Herzog, Pädagogische Leiterin der Kirchlichen Jugendarbeit (kja). Weiter gibt das Sonntagsblatt Servicehinweise zum Thema Dauergrabpflege. Wer das eigene Grab erhalten will, die Sorge dafür aber nicht tragen kann, könnte sein Problem mit einem Auftrag an einen Friedhofsgärtner lösen. Der rechtlichen Absicherung bei solchen Verträgen dient die Treuhandgesellschaft bayerischer Friedhofsgärtner. Die Zahlungen der Kunden gehen beim Treuhandkonto ein, die Gesellschaft legt das Kapital mit Zinsertrag an und bezahlt jährlich die Leistungen der Gärtnerei. Zudem kontrollieren Mitarbeiter der Treuhandgesellschaft, dass die Dauergrabpflege vertragsgemäß ausgeführt wird. Außerdem befasst sich das Bistumsmagazin mit Michael Triegel. Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Gegenwart. Die Kunsthalle Schweinfurt präsentiert bis zum 17. Januar 2027 eine umfassende Werkschau. Sie spannt einen Bogen von frühen Arbeiten der 1990er Jahre, als Triegel noch an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studierte, bis hin zu aktuellen Gemälden. Die große Bandbreite seines Schaffens zeigen Altarbilder, Porträts, Stillleben und grafische Arbeiten.&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75377</guid><pubDate>Tue, 29 Sep 2026 12:16:41 +0200</pubDate><title>Zeit, Ideen und Engagement gewürdigt</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/zeit-ideen-und-engagement-gewuerdigt/</link><description>Dankeschön-Abend in Dittelbrunn für Ehrenamtliche des Pastoralen Raums Schweinfurt Nord-West</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dittelbrunn </strong>(POW) Ein Abend im Zeichen des Dankes: Über 50 ehrenamtliche Frauen und Männer aus den fünf Pfarreiengemeinschaften „Marienbachtal, Hambach“, „Sankt Martin im Oberen Werntal, Geldersheim“, „Sankt Jakobus im Oberen Werntal, Poppenhausen“, „Maria Hilf – Wasserlosen“ und „Sankt Bruno Niederwerrn und Sankt Bartholomäus Oberwerrn“ des Pastoralen Raumes Schweinfurt Nord-West waren am Freitag, 25. September, zu einem Dankeschön-Abend ins Pfarrheim Dittelbrunn eingeladen, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie engagierten sich vor Ort in den jeweiligen Orts- und Gemeindeteams sowie Pfarrgemeinderäten und gestalteten damit kirchliches Leben aktiv mit.</p><p>Eröffnet wurde der Abend mit Grußworten von Pfarrer Stefan Kömm, Dekan und Kurator im Pastoralen Raum Schweinfurt Nord-West. Ein gemeinsamer Kanon als Tischgebet leitete zum gemeinsamen Abendessen über. Im Mittelpunkt stand die Begegnung: Zeit füreinander haben, miteinander ins Gespräch kommen und Erfahrungen aus den verschiedenen Pfarreiengemeinschaften teilen.</p><p>Diakon Sebastian Krines, Koordinator des Pastoralen Raumes, ermunterte die Ehrenamtlichen zum offenen Austausch. Dabei sollten insbesondere die Kontakte untereinander gestärkt und neue Begegnungen ermöglicht werden. Schnell habe sich eine herzliche und ungezwungene Atmosphäre entwickelt. Es wurde angeregt miteinander gesprochen, gelacht und Erfahrungen ausgetauscht. Dabei wurde deutlich, wie viel Zeit und Herzblut die Ehrenamtlichen in ihre Aufgaben einbringen – und wie viel Freude daraus entstehen kann.</p><p>Ehrenamtliches Engagement sei keine Selbstverständlichkeit. Wer sich einbringe, übernehme Verantwortung, schenke Zeit und trage dazu bei, dass Gemeinschaft vor Ort lebendig bleibt. Der Abend habe zugleich deutlich gemacht, wie wertvoll der persönliche Austausch und die Begegnungen über die Grenzen der einzelnen Pfarreiengemeinschaften hinweg seien.</p><p>Ein besonderer Dank galt dem Pfarrheimteam, das sich mit viel Liebe und großem Einsatz um das Wohl der Gäste kümmerte und damit wesentlich zum gelungenen Abend beitrug. Ein Abend, der vor allem eines zum Ausdruck gebracht habe: Danke für die Zeit, die Ideen, die Energie und die Leidenschaft, mit der so viele Menschen das kirchliche Leben vor Ort bereichern.</p><p>(4026/0912; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen</strong>: Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Ehrenamt</category><category>Schweinfurt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75376</guid><pubDate>Tue, 29 Sep 2026 12:10:09 +0200</pubDate><title>Karolin Fischer Pastoralreferentin im Pastoralen Raum Gerolzhofen</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/karolin-fischer-pastoralreferentin-im-pastoralen-raum-gerolzhofen/</link><description>Herlheim/Gerolzhofen (POW) Karolin Fischer (27) ist seit 1. September 2026 Pastoralreferentin in der Pfarreiengemeinschaft „Marienhain, Herlheim“ sowie zur Mitarbeit im Pastoralen Raum Gerolzhofen. </description><content:encoded><![CDATA[<h3 style="margin-top:8px; margin-bottom:8px"><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Fischer wurde 1999 in Lichtenfels geboren und wuchs in Bad Staffelstein auf. Nach dem Abitur in Lichtenfels studierte sie ab 2018 in Würzburg. Ein Freijahr führte sie von 2020 bis 2021 nach Jerusalem. Fischer schloss ihr Studium der katholischen Theologie 2023 in Würzburg als Magistra Theologiae ab. Im Anschluss absolvierte sie im Bistum Hildesheim die Ausbildung als Pastoralassistentin in der Katholischen Kirche Nordharz mit Dienstsitz in Goslar. 2026 schloss sie dort mit der zweiten Dienstprüfung ab. Fischer ist verheiratet. </span></span></h3><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(4026/0914; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen:</u></i></b><i> Foto abrufbar im Internet</i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Personalmeldungen</category><category>Schweinfurt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75358</guid><pubDate>Tue, 29 Sep 2026 08:13:46 +0200</pubDate><title>Familienbund lädt zum „Familienmut-Sonntag“ nach Schweinfurt ein</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/familienbund-laedt-zum-familienmut-sonntag-nach-schweinfurt-ein/</link><description>Schweinfurt (POW) Zum „Familienmut-Sonntag“ lädt der Familienbund der Katholiken (FDK) in der Diözese Würzburg am Sonntag, 25. Oktober, nach Schweinfurt ein. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Von 10 bis 15&nbsp;Uhr erwartet Familien im Casa Vielfalt, Sankt-Anton-Straße 8, ein abwechslungsreiches Programm mit Impulsen und Workshops. Dabei geht es um die großen und kleinen mutigen Schritte im Familienalltag – etwa darum, Neues auszuprobieren, für eigene Werte einzustehen oder sich auf Unbekanntes einzulassen. Die Angebote sind für die ganze Familie konzipiert. Auf dem Programm stehen unter anderem Mut-Workshops, ein gemeinsames Mittagessen, ein Mutmach-Nachmittag und zum Abschluss um 15 Uhr ein Gottesdienst. Während des Diözesanfamilienrats am Nachmittag gibt es parallel einen Bewegungsparcours für Kinder. Der Familienbund bezuschusst die Teilnahme. Für das Mittagessen wird ein Eigenanteil von zehn Euro für Familien und Paare beziehungsweise fünf Euro für Einzelpersonen erhoben. Nähere Informationen sowie Anmeldung bis Sonntag, 11. Oktober, im Internet auf der <a href="https://www.familienbund-wuerzburg.de/termine-seminare/veranstaltungs-detailseite/familienmut-sonntag-am-25-oktober-in-schweinfurt/" target="_blank" class="external-link">Seite des Familienbunds</a>.</p><p>(4026/0908; E-Mail voraus)</p>

]]></content:encoded><category>Veranstaltungen</category><category>Schweinfurt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75261</guid><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:28:13 +0200</pubDate><title>Ein Jahrhundert voller Menschlichkeit</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/ein-jahrhundert-voller-menschlichkeit-2/</link><description>Bahnhofsmission Schweinfurt begeht Jubiläum – Bischof Jung schickt Grußwort</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schweinfurt </strong>(POW) Seit 1926 ist die Bahnhofsmission Schweinfurt für Menschen da, die Unterstützung, ein offenes Ohr, Hilfe am Bahnsteig oder einfach einen Ort zum Ankommen brauchen. Beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum ist deutlich geworden: Die Herausforderungen haben sich verändert – das Prinzip Mitmenschlichkeit ist geblieben, heißt es in einer Pressemitteilung.</p><p>Unter dem Motto „100 Jahre Bahnhofsmission. Ein Jahrhundert voller Hilfe, Hoffnung und Menschlichkeit“ hatten die Träger IN VIA Würzburg und Diakonie Schweinfurt am Freitag, 18. September, zum Jubiläum ins Mehrgenerationenhaus in Schweinfurt eingeladen. Bereits im Mai hatte die Bahnhofsmission mit Gästen und Ehrenamtlichen gefeiert. Die Vorstände Martina Fallmann (IN VIA Würzburg) und Carsten Bräumer (Diakonie Schweinfurt) unterstrichen die Bedeutung der niedrigschwelligen Anlaufstelle an Gleis 1: Ohne Anmeldung und unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status sei hier jeder willkommen. Fallmann betonte, die Bahnhofsmission sei mehr als Hilfe in einer akuten Notlage: „Manchmal bedeutet sie ganz einfach: Da ist jemand.“</p><p>Schweinfurts Oberbürgermeister Ralf Hofmann würdigte die Bahnhofsmission als festen und wichtigen Bestandteil des sozialen Netzes von Stadt und Landkreis. Sie helfe unbürokratisch und vertraulich. Aus eigener Erfahrung als Hospitierender berichtete Hofmann von interessanten Gesprächen und Begegnungen. Was die Bahnhofsmission so einzigartig mache, sei die Bandbreite ihrer Angebote und ihre Fähigkeit, Brücken zwischen Menschen zu bauen. Er plädierte für „armutssensibles Handeln“ und lobte die Empathie und Menschlichkeit der Hilfestation.</p><p>Auch Landrat Florian Töpper betonte die Bedeutung der Bahnhofsmission für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Raum Schweinfurt. Er warnte vor rechtsextremen Tendenzen in der Gesellschaft und warb für Demokratie und einen starken Sozialstaat. Besonders hob er das Engagement der größtenteils ehrenamtlich Mitarbeitenden hervor, für die „die Würde des Menschen“ an erster Stelle stehe.&nbsp;<br />Ein Grußwort von Bischof Dr. Franz Jung verlas Domkapitular Monsignore Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes. Der Bischof bezeichnete die Bahnhofsmission als „unverzichtbaren Dienst“ für Kirche, Gäste und Gesellschaft. Sie gebe den Schwachen bewusst Raum und setze damit ein Zeichen gegen ihre Ausgrenzung. Für die Kirche sei sie ein Ort gelebter Nächstenliebe – ganz im Sinne des Matthäusevangeliums, nach dem jede Zuwendung an den Nächsten und Fremden einer Begegnung mit Christus selbst gleichkommt. Für die Gäste schließe sie „ohne Bedarfsermittlung und Formulare“ eine oft übersehene Lücke im sozialen Netz. Sie sei „ein Rastplatz für alle, die in den alltäglichen Kämpfen einen Moment der Ruhe und Zuwendung benötigen“. Zugleich würden hier gesellschaftliche Problemlagen sichtbar. Mit Blick auf die Zukunft verwies Bischof Jung auf wirtschaftliche Herausforderungen und die Finanzierung zuschussbedürftiger Einrichtungen.</p><p>Wie sehr sich die Aufgaben der Bahnhofsmission im Laufe der Zeit verändert haben, zeigte ein Blick in ihre Geschichte: Nach dem Zweiten Weltkrieg half die von katholischer und evangelischer Kirche wiedergegründete Bahnhofsmission Geflüchteten und Kriegsheimkehrenden, später unter anderem (Fahr-)Schülerinnen und Schülern, Arbeitslosen und Menschen ohne festen Wohnsitz. Nach der Grenzöffnung 1989 kamen viele Menschen aus Ostdeutschland nach Schweinfurt und strandeten zunächst am Bahnhof. Heute gehe es neben sozialen, psychischen und finanziellen Problemen zunehmend auch um Einsamkeit. Angebote wie „Ellens Treff“, Männerfrühstück und „Beauty Day“ schafften Möglichkeiten für Begegnung und Teilhabe. Daneben bleibe auch die Reisehilfe ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Unverzichtbar seien dabei die Mitarbeitenden. Sie hören zu, vermitteln weiter, helfen konkret – und bleiben manchmal einfach bei einem Menschen, der gerade niemanden hat.</p><p>Bahnhofsmissions-„Mutmacherin“ Susanne Brand stellte die Arbeit unter das biblische Wort „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“. Nicht „Was kannst du?“, sondern „Was brauchst du?“ stehe im Mittelpunkt. Landtagsabgeordnete Martina Gießübel betonte, dass in der Bahnhofsmission niemand fragen müsse, ob er willkommen sei. Hier gebe es unkomplizierte Hilfe, ein offenes Ohr oder einfach eine Tasse Kaffee. Zum Jubiläum galt der Dank besonders den Ehrenamtlichen. Sie schenkten etwas, das sich nicht in Zahlen messen lasse: Zeit, Aufmerksamkeit und Menschlichkeit.</p><p>Die Bahnhofsmission Schweinfurt wird getragen von IN VIA Würzburg, einem Fachverband im Diözesan-Caritasverband Würzburg, sowie der Diakonie Schweinfurt. Weitere Informationen zur Arbeit der Bahnhofsmission und zum Ehrenamt unter Telefon 09721/85950 oder E-Mail <a href="mailto:info@bahnhofsmission-sw.de">info@bahnhofsmission-sw.de</a>.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75260</guid><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:22:52 +0200</pubDate><title>Zwischen Aufbruch und Rückkehr</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/zwischen-aufbruch-und-rueckkehr-1/</link><description>Pilgergruppe aus Assisi zurück in Unterfranken – Eine Woche voller geistlicher Impulse auf den Spuren des heiligen Franziskus</description><content:encoded><![CDATA[<p><b>Assisi/Würzburg</b> (POW) Nach sieben Tagen ist die Pilgergruppe aus Assisi nach Unterfranken zurückgekehrt. An ihrem letzten Tag in der Stadt des heiligen Franziskus blieb Zeit für Reflexion und Ausblicke. Die Gruppe feierte am Sonntag, 20. September, die heilige Messe im ältesten Teil der Basilika San Francesco in Assisi. Sie kam im Kellergewölbe in einem original erhaltenen Raum zusammen, in dem Brüder gelebt haben sollen, die Franziskus noch zu Lebzeiten gekannt hätten.</p><p>Bischof Dr. Franz Jung gab in seiner Predigt die Beschreibung des Biographen Thomas von Celano wider, der aufgeschrieben habe, wie Franziskus den vollkommenen Bruder beschrieb: „Wer ist der vollkommene Bruder oder die vollkommene Schwester des heiligen Franziskus?“ Dabei seien bestimmte Eigenschaften wichtig gewesen: „Der Glaube, die Einfalt und Reinheit, die Höflichkeit, die schöne und fromme Redeweise, die Gabe der Beschauung, das tugendhafte, immerwährende Gebet, die Geduld, die körperliche und geistliche Kraft, die Liebe und die Unruhe.“ Wenn Franziskus an diese Eigenschaften des vollkommenen Bruders gedacht habe, seien ihm ganz bestimmte Brüder eingefallen. Er habe zu jeder Eigenschaft einen Namen und eine Person vor Augen gehabt, zum Beispiel den Glauben des Bruders Bernhard oder die Einfalt und Reinheit des Bruders Leo. „Denn: Den vollkommenen Bruder gibt es nicht. Den vollkommenen Bruder bildet die Gemeinschaft miteinander.“ Niemand habe alles. „Nur zusammen, jeder mit seiner besonderen Gabe, bilden sie den vollkommenen Bruder in der Gemeinschaft der Kirche und in der Gemeinschaft des Ordens.“</p><p>Der heilige Franziskus, der sich durch jeden seiner Brüder beschenkt gewusst habe, sei zugleich dankbar und demütig gewesen. Oft würden wir im Alltag erst an die Macken der anderen denken. Deshalb sei es eine gute geistliche Übung, „von jedem an das Beste zu denken, was er hat“. Es sei wichtig, sich in Bezug auf die Mitmenschen zu fragen: „Warum ist der eine oder die andere wichtig für unsere Gemeinschaft?“</p><p>„Ich habe nicht alles, ich kann nicht alles, aber ich muss auch nicht alles wissen. Auch als Bischof nicht“, sagte Bischof Jung. Er vertraue auf die Gemeinschaft der Kirche und darauf, dass sich jeder zu seiner Zeit einbringen würde. „Es geht darum, neidlos und demütig zu fragen: Was bringen wir gemeinsam zustande? Wir sind alle miteinander der ideale Bruder.“ Die Vollkommenheit bestehe darin, miteinander die Charismen, die Gaben des Heiligen Geistes, so zusammenzubringen, dass etwas Gutes entstehe. „Wir gemeinsam als Pilgerinnen und Pilger Gottes müssen raus aus der Reserve. Hier bin ich und jetzt trage ich meinen Teil bei, den ich beitragen kann, damit es gut wird. Nur miteinander und nicht gegeneinander. In Demut ohne Neid, in Dankbarkeit für die Fülle der Gaben und das Lob des Herrn. Dafür, dass er uns so viele Brüder und Schwestern geschenkt hat.“ Der heilige Franziskus habe vor seinem Tod in der Portiunkula nochmal auf Assisi geschaut und die Stadt gesegnet.</p><p>Im Anschluss an die Messe konnten die Pilgerinnen und Pilger ihre Andenken von Bischof Jung segnen lassen. Johannes und Cornelia Weismantel, Reiseleiter von spiritel Reisen, gaben den Teilnehmenden gesegnete Schlüsselanhänger mit Engeln mit auf den Weg. Johannes Weismantel richtete seine Dankesworte an die geistlichen Begleiter der Fahrt, die Franziskaner-Minoriten Bruder Josef Fischer, Bruder Markus Scholz und Pater Ivan Penava, sowie Bischof Jung. Ein besonderer Dank ging an Bruder Thomas Freidel, der als Assisi-Pilgerseelsorger die Organisation der Gottesdienste und Führung vor Ort übernahm.</p><p>Am Nachmittag hatten die Pilgerinnen und Pilger Zeit zur freien Verfügung. Einige wanderten hinauf zur Burg Rocca Maggiore, die oberhalb des historischen Stadtzentrums liegt. Ein Teil der Gruppe machte sich auf den Weg zur Einsiedelei Eremo della Caceri, einem kleinen Klosterbau an einer steilen Waldschlucht, an den sich der heilige Franziskus zum Gebet zurückgezogen haben soll.</p><p><i><b>Pilgerinnen und Pilger blicken auf die Woche in Assisi zurück</b></i></p><p>Es blieb Zeit, um die Woche im Zeichen des heiligen Franziskus Revue passieren zu lassen. Die Pilgerinnen und Pilger haben die Woche ganz unterschiedlich erlebt. Beispielsweise Dietmar Hildenbrand aus Freudenberg. Er war schon einmal vor 20 Jahren mit seiner Frau in Assisi: „Wir haben damals gesagt: Wir müssen unbedingt wieder nach Assisi. Meine Frau ist leider vor acht Jahren verstorben. Wir haben es nicht mehr geschafft, zusammen hierherzukommen. Und an ihrem Sterbetag habe ich wieder mal an Assisi gedacht und dachte mir: Wieso soll ich dann nicht einfach alleine kommen, wenn sie nicht mehr dabei sein kann? Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie die ganze Zeit dabei war.“ Ein Moment auf der Reise hat ihn besonders berührt: „Ein Augenblick, an dem ich ganz stark gespürt habe, dass meine Frau da ist, war, als ein Regenbogen direkt auf mein Zimmer gezeigt hat. Und mir war klar: Sie ist jetzt da, denn der Regenbogen hat uns immer viel bedeutet.“</p><p>Eine Auszeit wollte sich das Ehepaar Jeschke aus Würzburg mit der Pilgerfahrt nach Assisi gönnen. Georg Jeschke sagt: „Wir haben eine große Familie mit sieben Kindern und hatten schon immer den Wunsch, mal ohne Kinder zu verreisen. Deshalb haben wir entschieden: Wir gönnen uns das jetzt mal zu zweit.“ Beeindruckt habe ihn die Stadt Assisi. „Was hier entstanden ist in den letzten 800 Jahren und wie gut es erhalten ist. Es kommt viel rüber von dieser langen Geschichte. Das kann man in den Bauwerken, an den Kirchen und den heiligen Stätten sehr gut nachvollziehen.“</p><p>Auch seine Frau Julie Jeschke fährt mit einem erfüllten Gefühl zurück nach Würzburg. „Als ich erfahren habe, dass dieses Jahr die 800-Jahr-Feier des Franziskus ist, habe ich mir gedacht, das ist eine Gelegenheit, diesen Ort und den heiligen Franziskus ein bisschen besser kennenzulernen. Ich nehme viele innige Momente mit nach Hause. Jede Station und jeder Ort hatte seinen eigenen Schwerpunkt. Von den Führungen bis dahin, ein bisschen in das Leben des Franziskus einzutauchen, was er erlebt hat, was ihn bewegt hat und wie er und seine Mitbrüder miteinander umgegangen sind.“</p><p>Einige bleiben auch skeptisch zurück. Zum Beispiel Hans-Georg Bauer aus Lohr-Wombach. Für ihn hatte die Fahrt viele Höhen und Tiefen. „Eigentlich wollte meine Frau die Fahrt gerne machen und ich habe das aus Liebe zu ihr gemacht. Aber der erste Eindruck der Stadt hat mich überwältigt. Trotzdem kam mir alles sehr kommerziell vor.“ Er habe auch nach einer Woche noch Zweifel: „Ob ich das nochmal machen würde? Ich weiß es nicht. Da muss ich noch drüber nachdenken.“ Es blieben trotzdem auch positive Erinnerungen. „Es war sehr interessant, vor allem die anderen Menschen. Faszinierend fand ich, dass eine Person so etwas Großes bewegen kann. Ich fasse es in zwei Worten zusammen: Brich auf. Das ist vielleicht gerade das Richtige für mich.“</p><p>Bischof Jung zeigte sich sehr zufrieden mit der Fahrt. „Die Tage sind wie im Flug vergangen. Ich habe mich sehr, sehr gefreut, dass diese Fahrt zustandegekommen ist. Ich wollte unbedingt zu meinem Namenspatron nach Assisi, anlässlich des 800. Todestages, des Transitus, des Übergangs vom Tod ins ewige Leben.“ Ihm sei wichtig gewesen, den Pilgerinnen und Pilgern den heiligen Franziskus näherzubringen: „Und zwar aus den Quellenschriften ein Gefühl zu vermitteln, wer dieser Mensch überhaupt war. Ich glaube, das ist an den Orten, wo wir waren, aufgegangen.“ Besonders sei für ihn gewesen, dass er die gesamte Fahrt geistlich konzipiert habe. „Das hat mir viel Spaß gemacht, diese geistliche Woche mit Franziskus zu gestalten. Die Liebe zu Assisi ist wieder neu erwacht.“</p><p>Neben einer Führung und heiligen Messe in der Basilika San Francesco sowie einer Stadtführung durch Assisi am Mittwoch war die Gruppe am Donnerstag zum Kloster La Verna gefahren, um den <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/wer-liebt-macht-sich-verletzlich/" target="_blank">Gedenktag der Stigmatisierung des heiligen Franziskus</a> mitzuerleben. Am Freitag waren die Pilgerinnen und Pilger auf den Spuren der heiligen Klara in Assisi unterwegs, besuchten Santa Chaiara und das Kloster San Damiano. Am Samstag fuhr die Gruppe nach Greccio, um den <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/von-der-krippe-zum-gnadenort/" target="_blank">Ort der ersten Weihnachtskrippe</a> zu besuchen sowie am Nachmittag die Basilika Santa Maria degli Angeli mit der Portiunkula.</p><p>Im Morgenrot machten sich die Reisebusse am Montag, 21. September, um 7 Uhr auf den Weg zurück nach Unterfranken. Gegen 22.30 Uhr erreichten sie ihren ersten Halt Dettelbach. Danach fuhren sie über Würzburg nach Veitshöchheim und Schweinfurt.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75259</guid><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:17:43 +0200</pubDate><title>Festgottesdienst mit Bischof Jung zum 800. Todestag des heiligen Franziskus</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/festgottesdienst-mit-bischof-jung-zum-800-todestag-des-heiligen-franziskus-1/</link><description>Kloster Schönau (POW) Bischof Dr. Franz Jung feiert am Sonntag, 4. Oktober, um 10 Uhr in der Klosterkirche Schönau (Landkreis Main-Spessart) einen Festgottesdienst zum 800. Todestag des heiligen Franziskus.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Musikalisch gestalten Chor, Solisten und Orchester der Lohrer Pfarrei Sankt Pius unter der Leitung von Kantor Markus Inderwies die Feier.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75258</guid><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:12:17 +0200</pubDate><title>Letzter Gottesdienst im Käppele vor der Schließung</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/letzter-gottesdienst-im-kaeppele-vor-der-schliessung-1/</link><description>Umfassende Innenrenovierung beginnt ‒ Weihbischof Paul Reder ermuntert Gläubige zur „geistlichen Innenrenovierung“ ‒ Gnadenbild zieht nach Sankt Burkard um</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) So voll besetzt ist selbst das Käppele nicht oft: Gläubige aus der gesamten Region haben am Sonntag, 20. September, gemeinsam mit Weihbischof Paul Reder in der Würzburger Wallfahrtskirche am Nikolausberg zum Wallfahrtstag „Maria Schmerz“ den letzten Gottesdienst gefeiert, darunter auch Mitglieder der dort ansässigen Maria-Schmerz-Bruderschaft. Ab Montag, 21.&nbsp;September, schließt das Gotteshaus für mehr als zwei Jahre seine Pforten. Grund dafür ist eine <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/es-geht-los/" target="_blank">umfassende Innenrenovierung</a>, die voraussichtlich bis Ende 2028 andauern wird. „Das Käppele kommt in neuem Glanz zurück“, versprach Franziskaner-Minorit Bruder Franz-Maria Endres.</p><p>In seiner Predigt zog der Weihbischof eine Parallele zwischen der anstehenden Restaurierung des Barockbaus und dem persönlichen Glaubensleben der Menschen. Das Käppele, das von 1747 bis 1750&nbsp;nach den Plänen von Balthasar Neumann an die ältere Gnadenkapelle angebaut wurde, sei seit Jahrhunderten ein fester Anlaufpunkt für Menschen in Not, Trauer und Hoffnung.</p><p>Ein solcher Gnadenort lebe nicht allein von schöner Architektur und Schmuck, betonte der Weihbischof. Es gehe vielmehr darum, dass Menschen dort mit ihrer gesamten Lebenswirklichkeit vor Gott treten dürften – „nicht mit einer geschönten Version ihrer selbst, nicht nur mit der Schokoladenseite, sondern echt, in ungeschminkter Wahrheit“. In der Darstellung der Schmerzensmutter, die ihren toten Sohn auf dem Schoß liegen habe, spiegelten sich seit jeher die menschlichen Erfahrungen von Leid, Verlust und Ohnmacht wider.</p><p>Die anstehenden Restaurierungsarbeiten, bei denen Schmutz und Verunreinigungen entfernt werden, um die ursprüngliche Schönheit des Kirchenraums wiederherzustellen, nahm der Weihbischof zum Anlass für einen spirituellen Impuls: Auch im menschlichen Leben lagerten sich mit der Zeit Schichten an, die das überlagerten, was Gott ursprünglich gedacht habe. Eine „geistliche Innenrenovierung“ bedeute nicht, sich selbst neu zu erfinden, sondern das freizulegen, was das eigene Leben eigentlich trage. Es gehe darum, das Herz wieder fähig für Beziehungen zu machen und zu fragen: „Was möchte Gott in mir wieder sichtbar machen?“ Das können nach den Worten von Weihbischof Reder Geduld, Vertrauen, Vergebung oder die Fähigkeit, zu beten, sein.</p><p>„Wenn dann der Tag kommt, dass die Gerüste im Käppele wieder abgebaut sind und die Farben, der Stuck und die Bilder wieder heller und klarer hervortreten, wird hoffentlich wieder vieles an ursprünglicher Schönheit sichtbar werden von dem, was die Restauratoren freigelegt und bewahrt haben.“ Gleiches gelte für das Leben jedes Einzelnen. Gott wolle das Gute, das er in jedem Menschen angelegt hat, wieder zum Leuchten bringen. „Nutzen auch wir die Zeit, aus unserem Inneren wieder einen Ort zu machen, an dem seine Liebe wohnen und sichtbar werden kann“, ermunterte Weihbischof Reder.</p><p>Vor dem Schlusssegen ergriff der emeritierte Weihbischof Ulrich Boom das Wort. Seine persönliche Berufungsgeschichte sei aufs Engste mit dem Käppele verbunden, erklärte er. Er habe ab August 1979 für zwei Jahre als Gast im damaligen Kapuzinerkloster gelebt. Bei vielen Begegnungen in der Wallfahrtskirche habe er erlebt: „Bei der Gottesmutter ist ein Platz für die Menschen ─ auch und gerade für diejenigen, die in den Gemeinden vor Ort keinen haben.“ Wichtig sei auch, dass eine Ordensgemeinschaft präsent sei, durch die Gottes Menschenfreundlichkeit spürbar werde.</p><p>Für die Dauer der Arbeiten bleibt das Käppele unzugänglich. Der Gnadenort verschwinde jedoch nicht, da Gottes Gnade nicht an ein Bauwerk gebunden sei, sagte Weihbischof Reder. Das Gnadenbild der Gottesmutter findet während der Renovierungsphase eine vorübergehende Heimat in der Würzburger Pfarrkirche Sankt Burkard.</p><p><strong><em>Stichwort: Wallfahrtstag „Maria Schmerz“</em></strong></p><p>Der Wallfahrtstag „Maria Schmerz“ (auch Fest der Schmerzen Mariens oder Stabat Mater) ist ein Gedenktag der römisch-katholischen Kirche, der am 15. September begangen wird. Er steht in direktem Zusammenhang mit dem am Vortag (14. September) gefeierten Hochfest der Kreuzerhöhung und erinnert an die Sieben Schmerzen Marias, insbesondere an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Im liturgischen Kalender ist er als Gedenktag angelegt und wird in der Praxis oft als großer Wallfahrtstag begangen. Ein bekanntes Beispiel ist die Wallfahrtsstätte „Maria im Grünen Tal“ in Retzbach, wo am Wochenende um den 15. September herum Pilgergruppen und Einzelpilger zu einer Lichterprozession und einer Eucharistiefeier kommen. Auch andere Orte, in denen die Kirche entsprechendes Patrozinium hat, wie etwa Bergrheinfeld (Mater Dolorosa) oder das Würzburger Käppele (Mariä Heimsuchung und Schmerzhafte Muttergottes), feiern an diesem Tag besondere Gottesdienste.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75256</guid><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:10:32 +0200</pubDate><title>Verantwortung füreinander übernehmen</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/verantwortung-fuereinander-uebernehmen-1/</link><description>Kollekte am Caritas-Sonntag unterstützt Arbeit der Caritas – Leitwort 2026: &quot;Caritas verbindet Generationen&quot;</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) An die soziale Verantwortung der Christen hat Bischof Dr. Franz Jung anlässlich des Caritas-Sonntags am Sonntag, 27. September, erinnert. In seinem Aufruf, der im Vorfeld in den Gemeinden der Diözese Würzburg verlesen wurde, bittet der Bischof darum, die vielfältige Arbeit der Caritas durch eine Spende zu unterstützen.<br />Das Leitwort der Caritas-Kampagne 2026 lautet „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“. „In diesem Jahr stellt die Caritas das Miteinander der Generationen in den Mittelpunkt, die an vielen Caritas-Orten in unserem Bistum füreinander Verantwortung übernehmen und Menschen in allen Lebensphasen unterstützen“, erläutert der Bischof.<br />Zukunft entstehe dort, wo Generationen miteinander unterwegs seien und Verantwortung füreinander übernähmen. „Wenn die Erfahrungen der Älteren und die Perspektiven der Jüngeren zusammenkommen, wächst die Wahrscheinlichkeit tragfähiger Innovationen, und es gewinnen Verständnis, Solidarität und faire Chancen“, schreibt Bischof Jung.<br />Die Caritas unterstütze Menschen in allen Lebensphasen und stärke Begegnungen und Beziehungen zwischen den Generationen: zwischen dem jungen Freiwilligendienstleistenden und der hochbetagten Seniorin, zwischen der Erzieherin und ihren Kita-Kindern, in ehrenamtlichen Familienpatenschaften und in der Smartphone-Sprechstunde der youngcaritas. „Mit Ihrem Beitrag zur Kollekte unterstützen Sie diese Arbeit“, erklärt der Bischof.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75255</guid><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 16:04:33 +0200</pubDate><title>„Das Kreuz ist ein Zeichen der Liebe, nicht der Macht“</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/das-kreuz-ist-ein-zeichen-der-liebe-nicht-der-macht-1/</link><description>Weihbischof Paul Reder feiert auf dem Kreuzberg Pontifikalgottesdienst zum Fest Kreuzerhöhung</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kloster Kreuzberg</strong> (POW) Am Fest Kreuzerhöhung hat Weihbischof Paul Reder am Samstag, 19. September, in der Wallfahrtskirche auf dem Kreuzberg (Landkreis Rhön-Grabfeld) die zentrale Bedeutung des christlichen Kreuzes hervorgehoben. Mit Gläubigen aus dem Dekanat Rhön-Grabfeld sowie Mitgliedern des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem feierte er einen Pontifikalgottesdienst. Dabei bezeichnete er das Kreuz als Symbol der Entgiftung für eine von Leid, Angst und Spaltung geprägte Welt.&nbsp;</p><p>&nbsp;In seiner Predigt betonte Weihbischof Reder, dass das Kreuz im Christentum nicht für Macht oder Triumph steht. Die ausgebreiteten Arme des Gekreuzigten seien der menschliche und göttliche „Urgestus des Willkommens“. „Das Kreuz ist so als Zeichen des intensivsten Leidens zu einem Zeichen intensivster Liebe geworden“, betonte er. Es verharmlose oder beschönige kein Leid, sondern konfrontiere den Menschen direkt mit den schmerzhaften Realitäten des Lebens. Das Kreuz sage vielmehr: „Indem du das alles anschaust und als Wirklichkeit ernst nimmst, wirst du der Liebe des Gekreuzigten begegnen und kommst Jesus nahe.“&nbsp;</p><p>Gott wolle die Menschen mit seinem Heil und seiner verwandelnden Liebe auch dort erreichen, wo die Menschen nur noch Verwundung, Schmerz, Sinnlosigkeit und Scheitern sehen. In diesem Glauben unterscheide sich der christliche Weg von allen anderen Religionen, betonte Weihbischof Reder. Ausdrücklich warnte er vor Vereinfachungen und leichtfertigem Glauben an falsche Versprechungen in gesellschaftlich wie persönlich schwierigen Zeiten. Er wandte sich gegen die „tödliche Annahme, einfache Parolen und politische Heilsversprechen seien die Lösung“ für die Krisen der Gegenwart.&nbsp;</p><p>Im Blick auf die alttestamentliche Erzählung von der Schlangenplage unter dem Volk Israel in der Wüste betonte der Weihbischof, dass Krisen weder bagatellisiert noch eigenmächtig im Reflex der Machtlosigkeit gelöst werden können. Die eigentliche „Entgiftung des Lebens“ beginne dort, wo Menschen sich nicht von Misstrauen, Rache und Selbstbehauptung leiten lassen, sondern im Vertrauen auf die Liebe Gottes Handlungsfähigkeit und Halt gewinnen. „Der Aufblick zum Kreuz ist auch immer der Ort, wo sich entscheidet, vor wem wir die Knie beugen, wem wir Macht über unser Leben einräumen.“</p><p>Der Kreuzberg als höchster Punkt des Bistums Würzburg sei für viele Pilgerinnen und Pilger ein physischer wie geistlicher Ort der Einkehr. Zwar besitze der Berg „keine magischen Kräfte, auch nicht nach zwei Bier“, betonte Weihbischof Reder. Jedoch entfalte der Ort eine heilsame Wirkung, indem er Menschen erlaube, Sorgen, Ängste und Schuld vor Gott zu tragen und Orientierung zu finden. Der Weihbischof rief die Gläubigen auf, dem Beispiel Jesu zu folgen, der nicht die Faust geballt, sondern die Arme ausgebreitet habe, um der Logik von Vergeltung und Gewalt eine Absage zu erteilen.</p><p>An den Gottesdienst schloss sich eine eucharistische Prozession um das Kloster an. Zum Abschluss erteilte Weihbischof Reder am Freialtar vor der Kirche den Eucharistischen Segen. Die Begegnung im Antoniussaal bei Gulaschsuppe, Gerupftem und Klosterbier nutzten viele Menschen, um mit dem Weihbischof zu sprechen.</p><p>Für die musikalische Gestaltung der Liturgie sorgten Dekanatskantor Matthias Braun an der Orgel sowie die Kreuzbergbläser.</p><h3>Stichwort: Fest Kreuzerhöhung</h3><p>Das katholische Fest Kreuzerhöhung am 14. September geht auf bedeutende historische Ereignisse im Jerusalem des 4. und 7. Jahrhunderts zurück. Nach der Überlieferung entdeckte Kaisermutter Helena in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts das historische Kreuz Jesu. Am 13. September 335 wurde über dem Heiligen Grab die von Kaiser Konstantin errichtete Grabeskirche feierlich geweiht. Nur einen Tag später, am 14. September, präsentierten die Bischöfe das aufgefundene Kreuzesholz erstmals den versammelten Gläubigen und hielten es feierlich empor. Davon leitet sich der Name des Festes ab. Die Bedeutung des Datums festigte sich im Jahr 630, als der byzantinische Kaiser Herakleios die Jahre zuvor von den Persern geraubte Kreuzreliquie an demselben Tag im Triumph nach Jerusalem zurückbrachte. Während am Karfreitag das Leiden und Sterben Jesu im Vordergrund steht, feiert die Kirche am 14.&nbsp;September das Kreuz nicht als Hinrichtungswerkzeug, sondern als Siegeszeichen über den Tod und als Symbol des Lebens und der Hoffnung.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75254</guid><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:59:23 +0200</pubDate><title>„Musik kann eine neue Säule der Partnerschaft werden“</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/musik-kann-eine-neue-saeule-der-partnerschaft-werden-1/</link><description>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran und Domkapellmeister Alexander Rüth ziehen Bilanz der Reise der Mädchenkantorei nach Mbinga</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Mbinga</strong> (POW) Die Mädchenkantorei am Würzburger Dom war vom 27. August bis 11. September auf einer Konzertreise im tansanischen Partnerbistum Mbinga unterwegs. Unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Rüth und dem musikalischen Assistenten Jakob Keller gaben sie mehrere Konzerte und gestalteten Gottesdienste. Begleitet wurden sie von Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, der das Partnerbistum im Südwesten von Tansania zum ersten Mal besuchte. Im folgenden Interview schildern sie ihre wichtigsten Eindrücke und erläutern, wie mögliche weitere Schritte aussehen können.</p><p><em>POW: An welche Bilder und Momente werden Sie sich nach dieser Reise noch lange erinnern?</em></p><p>Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran: Unvergesslich wird sicherlich die Begrüßung in Mbinga bleiben mit der Begeisterung der Menschen auf dem Platz vor der Kathedrale. Das hat mir fast den Atem genommen. Dabei waren in einer Weise Lebens- und Glaubensfreude zu spüren, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe.</p><p>Domkapellmeister Alexander Rüth: Wir haben so viel erlebt, dem konnten wir noch gar nicht allem nachgehen. Deswegen wird diese Reise sicher lange nachwirken. Angefangen mit der ersten Kontaktaufnahme mit den Menschen vor Ort. Diese Herzlichkeit, diese Offenheit, die uns da entgegengestrahlt ist, das war besonders für uns alle, vielleicht manches Mal für einige auch etwas überfordernd.</p><p><em>POW: Noch nie hat eine so große Gruppe das Partnerbistum besucht – und noch dazu ein Chor mit 43 jungen Sängerinnen. Welche Rolle hat die Musik gespielt?</em></p><p>Rüth: Eine ganz große. Zunächst für unseren Chor, denn es zeigt sich, dass ein Konzert mehr wert ist als zehn Proben. Da hat sich jetzt eine beeindruckende musikalische Reife entwickelt. Und dann aber auch mit Blick auf die Tansanier. Es geht mir natürlich nach, dass da so viel Potenzial ist. Musik machen, tanzen und sich über Musik ausdrücken, das ist in Afrika fest verwurzelt.</p><p>Vorndran: Als Domdekan ist mir innerhalb des Domkapitels die Sorge für die Dommusik anvertraut. Deswegen war es mir ein Anliegen, diese Reise zu begleiten und mit der Musik noch einmal eine neue Säule innerhalb der Partnerschaft einzuziehen, denn Musik ist immer auch eine Brücke zu Gott und eine Brücke zwischen Europa und Afrika. Natürlich ist es etwas völlig anderes, mit so vielen Jugendlichen zu reisen. Die Neugierde und der Wissensdurst der jungen Menschen sind immer eine Freude.</p><p><em>POW: Herr Vorndran, Sie waren aber natürlich auch als Generalvikar des Bistums Würzburg zum ersten Mal in der Partnerdiözese. Was war aus diesem Blickwinkel Ihr Ziel?</em></p><p>Vorndran: An meinem ersten Tag in Mbinga hat Bischof John Ndimbo mich zu einem Gespräch mit den Direktoren seines Ordinariates eingeladen und wir haben über anderthalb Stunden diskutiert, wie eine Diözese im Süden von Tansania geleitet wird und wie wir das in Würzburg umsetzen. Da gibt es viele Unterschiede, und gerade das macht es spannend zu hören, welche Herausforderungen es bei uns und in Tansania zu meistern gilt. Mbinga ist ja eine Diözese, die gerade mal 40 Jahre besteht, ein Bistum im Aufbruch, wohingegen bei uns viel Liebgewordenes wegbricht.</p><p><em>POW: Welche Eindrücke haben Sie nach den Gesprächen und Reisen dort mit nach Hause genommen?</em></p><p>Vorndran: Zum einen habe ich gestaunt, dass dieselben Schwerpunkte, die wir jetzt in Würzburg setzen mit Caritas und Seelsorge, auch in Mbinga gelten. Es wird sehr viel Zeit investiert in die Pastoral und die Ausbildung von Katecheten. In gleicher Weise hat mich die Intensität beeindruckt, mit der die Caritas die Lebensbedingungen der Menschen hier entscheidend verbessert, um ihnen mehr Gerechtigkeit und mehr Möglichkeiten für die Zukunft zu geben. Wenn man sieht, dass dieses Land Tansania ein enormes Wirtschaftswachstum hat und wie hier trotzdem eine große Armut herrscht, dann ist das eine enorme Spannung, in die die Kirche gestellt ist und wo sie auch mit beeindruckenden Projekten wirkt. Wir waren in Litembo und haben das kirchliche Krankenhaus besucht. Wir waren in Liheti, einem weiteren atemberaubenden Projekt, wo eine eigene Schule für medizinische Nachwuchskräfte aufgebaut worden ist. Wir haben in Mbinga auch das Inklusionsprojekt für Kinder mit Albinismus besucht. Für mich war das eigentlich der Höhepunkt der ganzen Reise: zu sehen, wie diese sonst ausgegrenzten Kinder durch die Caritas des Bistums Mbinga und die Spende des Katholikentags eine neue Chance für ihr Leben bekommen. Das hat mich tief im Herzen berührt.</p><p><em>POW: Bei der Reise gab es auch einige musikalische Events. Welche Rolle spielt Kirchenmusik für die Partnerschaft der beiden Diözesen?</em></p><p>Vorndran: Ich persönlich bin der Überzeugung, dass die Kirchenmusik sowohl im Bistum Würzburg als auch im Bistum Mbinga ein großes Potenzial zur Neuevangelisierung in sich birgt. Die Menschen in Afrika haben die Musik im Blut. Musik ist untrennbar mit ihrem Glauben verbunden. Das erlebe ich in gleicher Weise auch in Franken. Auch da geht einem das Herz auf, wenn man zum Beispiel das Kilianslied singt oder der Chor den Gottesdienst bereichert. Das ist einfach ein Glaubensvollzug, der über die bloße Wortverkündigung hinausgeht. Darin liegt ein großes Potenzial, das wir hier wie da versuchen zu heben und womit wir uns in der Partnerschaft gegenseitig weiterbringen können.</p><p>Rüth: Im Laufe der Fahrt hat sich bei mir in diesem Zusammenhang der Gedanke sehr stark in meinen Kopf gesetzt, vor allem für die Kinder vor Ort etwas Musikalisches zu tun. Wir haben viele Chöre unterschiedlicher Qualität und unterschiedlicher Altersstufen erlebt, aber vor allem erwachsene Chöre. Jugendchöre gibt es erst nach der Schulzeit, also ungefähr ab dem Alter von 16 Jahren aufwärts. Aber wir haben ganz wenig bis keine Kinderchöre gesehen. Ausgehend von der Erfahrung, die ich sammeln durfte auf meiner ersten Konzertreise als Domkantor 2012 nach Venezuela – da gab es dieses großartige Netzwerk El Sistema von José Abreu, der versucht hat, Kinder über die Musik aus sehr großer Armut oder Kriminalität wegzuholen und eine neue Perspektive zu schenken –, kam mir in den Sinn: „Mensch, da müsste man was tun.“ Denn wir wissen alle, Singen trainiert das Gehirn, stärkt Körper, Geist und Seele und schafft Freude.</p><p><em>POW: Heißt das, diese Reise hat für Sie und die Dommusik noch ein (positives) Nachspiel?</em></p><p>Rüth: Ich werde diese Idee weiterverfolgen, dass man die musikalische Arbeit mit Kindern in der Partnerdiözese mehr unterstützt, vielleicht durch ein Pilotprojekt in Form eines Chorklassensystems, wie wir es hier in Würzburg schon sehr lange pflegen. Mit Bischof John C. Ndimbo und unserem Afrikareferenten Burkhard Pechtl habe ich da auch schon ein erstes Gespräch geführt und bin auf großes Interesse gestoßen. Das wäre dann, glaube ich, nochmal eine tolle neue Facette und ein sehr unmittelbarer Ausdruck von dieser Partnerschaft Würzburg – Mbinga. Mich würde es sehr reizen, noch mal wiederzukommen und zu schauen, ob es nicht möglich ist, da etwas zu initiieren.</p><p><em>Interview: Burkard Vogt (POW)</em></p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75251</guid><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 15:39:41 +0200</pubDate><title>Gottesdienst für Mitarbeitende im Dienst für Kranke und Ältere - zum Abschluss der Wallfahrtssaison</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/gottesdienst-fuer-mitarbeitende-im-dienst-fuer-kranke-und-aeltere-zum-abschluss-der-wallfahrtssaison/</link><description>Am Mittwoch, 14. Oktober 2026 um 14.00 Uhr in der Wallfahrtskirche Maria im Grünen Tal</description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Mitarbeitende im Dienst für Kranke und Ältere,</p><p>gemeinsam mit Ihnen möchten wir zum diesjährigen Abschluss der Wallfahrtssaison unter dem Wallfahrtsmotto „Maria macht Mut - zum Leben“ &nbsp;noch einen besonderen Gottesdienst für Ältere und Kranke feiern.<br /><strong>Wann: Mittwoch, 14. Oktober 2026 um 14.00 Uhr<br />Wo: Wallfahrtskirche Maria im Grünen Tal</strong></p><p>Den Gottesdienst wird Pfarrer Werner Vollmuth mit uns feiern. Im Rahmen dieser Feier besteht für alle die Möglichkeit, das Sakrament der Krankensalbung zu empfangen.</p><p>Im Anschluss besteht wieder die Möglichkeit zur Begegnung bei Kaffee und Kuchen im Monsignore-Postler-Haus, wo Sie unser bewährtes Team herzlich willkommen heißt.</p><p>Hinweise zur Organisation:<br />Um einen reibungslosen Ablauf bei der anschließenden Begegnung zu gewährleisten ist eine schriftliche Anmeldung für die anschl. Begegnung bis Freitag, 9. Oktober 2026 erforderlich. Bitte geben Sie dabei die genaue Personenanzahl sowie die Anzahl der Rollstuhlfahrer an.</p><p>Ihre Anmeldung richten Sie bitte an: pfarrei.retzbach@bistum-wuerzburg.de</p><p>Zu Ihrer weiteren Information finden Sie das aktuelle Plakat als PDF anbei.</p><p>Wir freuen uns schon sehr auf Ihr Kommen und auf die gemeinsamen Begegnungen.</p><p>Herzliche Grüße vom Wallfahrtsseelsorgeteam<br />Barbara Stockmann und Thomas Wollbeck</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75240</guid><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 11:45:59 +0200</pubDate><title>Ein Jahrhundert voller Menschlichkeit</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/ein-jahrhundert-voller-menschlichkeit-1/</link><description>Bahnhofsmission Schweinfurt begeht Jubiläum – Bischof Jung schickt Grußwort</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schweinfurt </strong>(POW) Seit 1926 ist die Bahnhofsmission Schweinfurt für Menschen da, die Unterstützung, ein offenes Ohr, Hilfe am Bahnsteig oder einfach einen Ort zum Ankommen brauchen. Beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum ist deutlich geworden: Die Herausforderungen haben sich verändert – das Prinzip Mitmenschlichkeit ist geblieben, heißt es in einer Pressemitteilung.</p><p>Unter dem Motto „100 Jahre Bahnhofsmission. Ein Jahrhundert voller Hilfe, Hoffnung und Menschlichkeit“ hatten die Träger IN VIA Würzburg und Diakonie Schweinfurt am Freitag, 18. September, zum Jubiläum ins Mehrgenerationenhaus in Schweinfurt eingeladen. Bereits im Mai hatte die Bahnhofsmission mit Gästen und Ehrenamtlichen gefeiert. Die Vorstände Martina Fallmann (IN VIA Würzburg) und Carsten Bräumer (Diakonie Schweinfurt) unterstrichen die Bedeutung der niedrigschwelligen Anlaufstelle an Gleis 1: Ohne Anmeldung und unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status sei hier jeder willkommen. Fallmann betonte, die Bahnhofsmission sei mehr als Hilfe in einer akuten Notlage: „Manchmal bedeutet sie ganz einfach: Da ist jemand.“</p><p>Schweinfurts Oberbürgermeister Ralf Hofmann würdigte die Bahnhofsmission als festen und wichtigen Bestandteil des sozialen Netzes von Stadt und Landkreis. Sie helfe unbürokratisch und vertraulich. Aus eigener Erfahrung als Hospitierender berichtete Hofmann von interessanten Gesprächen und Begegnungen. Was die Bahnhofsmission so einzigartig mache, sei die Bandbreite ihrer Angebote und ihre Fähigkeit, Brücken zwischen Menschen zu bauen. Er plädierte für „armutssensibles Handeln“ und lobte die Empathie und Menschlichkeit der Hilfestation.</p><p>Auch Landrat Florian Töpper betonte die Bedeutung der Bahnhofsmission für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Raum Schweinfurt. Er warnte vor rechtsextremen Tendenzen in der Gesellschaft und warb für Demokratie und einen starken Sozialstaat. Besonders hob er das Engagement der größtenteils ehrenamtlich Mitarbeitenden hervor, für die „die Würde des Menschen“ an erster Stelle stehe.&nbsp;<br />Ein Grußwort von Bischof Dr. Franz Jung verlas Domkapitular Monsignore Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes. Der Bischof bezeichnete die Bahnhofsmission als „unverzichtbaren Dienst“ für Kirche, Gäste und Gesellschaft. Sie gebe den Schwachen bewusst Raum und setze damit ein Zeichen gegen ihre Ausgrenzung. Für die Kirche sei sie ein Ort gelebter Nächstenliebe – ganz im Sinne des Matthäusevangeliums, nach dem jede Zuwendung an den Nächsten und Fremden einer Begegnung mit Christus selbst gleichkommt. Für die Gäste schließe sie „ohne Bedarfsermittlung und Formulare“ eine oft übersehene Lücke im sozialen Netz. Sie sei „ein Rastplatz für alle, die in den alltäglichen Kämpfen einen Moment der Ruhe und Zuwendung benötigen“. Zugleich würden hier gesellschaftliche Problemlagen sichtbar. Mit Blick auf die Zukunft verwies Bischof Jung auf wirtschaftliche Herausforderungen und die Finanzierung zuschussbedürftiger Einrichtungen.</p><p>Wie sehr sich die Aufgaben der Bahnhofsmission im Laufe der Zeit verändert haben, zeigte ein Blick in ihre Geschichte: Nach dem Zweiten Weltkrieg half die von katholischer und evangelischer Kirche wiedergegründete Bahnhofsmission Geflüchteten und Kriegsheimkehrenden, später unter anderem (Fahr-)Schülerinnen und Schülern, Arbeitslosen und Menschen ohne festen Wohnsitz. Nach der Grenzöffnung 1989 kamen viele Menschen aus Ostdeutschland nach Schweinfurt und strandeten zunächst am Bahnhof. Heute gehe es neben sozialen, psychischen und finanziellen Problemen zunehmend auch um Einsamkeit. Angebote wie „Ellens Treff“, Männerfrühstück und „Beauty Day“ schafften Möglichkeiten für Begegnung und Teilhabe. Daneben bleibe auch die Reisehilfe ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Unverzichtbar seien dabei die Mitarbeitenden. Sie hören zu, vermitteln weiter, helfen konkret – und bleiben manchmal einfach bei einem Menschen, der gerade niemanden hat.</p><p>Bahnhofsmissions-„Mutmacherin“ Susanne Brand stellte die Arbeit unter das biblische Wort „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“. Nicht „Was kannst du?“, sondern „Was brauchst du?“ stehe im Mittelpunkt. Landtagsabgeordnete Martina Gießübel betonte, dass in der Bahnhofsmission niemand fragen müsse, ob er willkommen sei. Hier gebe es unkomplizierte Hilfe, ein offenes Ohr oder einfach eine Tasse Kaffee. Zum Jubiläum galt der Dank besonders den Ehrenamtlichen. Sie schenkten etwas, das sich nicht in Zahlen messen lasse: Zeit, Aufmerksamkeit und Menschlichkeit.</p><p>Die Bahnhofsmission Schweinfurt wird getragen von IN VIA Würzburg, einem Fachverband im Diözesan-Caritasverband Würzburg, sowie der Diakonie Schweinfurt. Weitere Informationen zur Arbeit der Bahnhofsmission und zum Ehrenamt unter Telefon 09721/85950 oder E-Mail <a href="mailto:info@bahnhofsmission-sw.de">info@bahnhofsmission-sw.de</a>.</p><p>(4026/0897; E-Mail voraus)<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Schweinfurt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75109</guid><pubDate>Thu, 17 Sep 2026 13:52:31 +0200</pubDate><title>Seminar der Frauenseelsorge: „Der Weg Ediths Steins“</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/seminar-der-frauenseelsorge-der-weg-ediths-steins/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<div id="acym__wysid__template" style="BORDER-BOTTOM:medium none; BORDER-TOP:medium none; BORDER-RIGHT:medium none; PADDING-BOTTOM:0px; PADDING-TOP:0px; PADDING-LEFT:0px; BORDER-LEFT:medium none; PADDING-RIGHT:0px"><table class="body" style="FONT-SIZE:16px; HEIGHT:100%; FONT-FAMILY:Helvetica,Arial,sans-serif; WIDTH:100%; VERTICAL-ALIGN:top; BACKGROUND:#f3f3f3; BORDER-COLLAPSE:collapse; FONT-WEIGHT:400; COLOR:#0a0a0a; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; TEXT-ALIGN:left; BORDER-SPACING:0; LINE-HEIGHT:1.3"><tbody style="BORDER-TOP:transparent 0px solid; BORDER-RIGHT:transparent 0px solid; BORDER-BOTTOM:transparent 0px solid; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; BORDER-LEFT:transparent 0px solid"><tr><td valign="top" align="center" style="background-color:#f3f3f3"><center style="WIDTH:100%; MIN-WIDTH:580px; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%"><table style="MARGIN-BOTTOM:0px; MAX-WIDTH:580px; VERTICAL-ALIGN:top; BORDER-COLLAPSE:collapse; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; TEXT-ALIGN:left; BORDER-SPACING:0; width:100%" align="center"><tbody style="BORDER-TOP:transparent 0px solid; BORDER-RIGHT:transparent 0px solid; BORDER-BOTTOM:transparent 0px solid; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; BORDER-LEFT:transparent 0px solid"><tr><td bgcolor="#ffffff" style="background-color:#ffffff"><table style="MARGIN-BOTTOM:0px; BORDER-TOP:0px; BORDER-RIGHT:0px; WIDTH:100%; VERTICAL-ALIGN:top; BORDER-BOTTOM:0px; POSITION:relative; PADDING-BOTTOM:10px; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; TEXT-ALIGN:left; PADDING-TOP:10px; PADDING-LEFT:10px; BORDER-SPACING:0; BORDER-LEFT:0px; Z-INDEX:100; PADDING-RIGHT:10px; BACKGROUND-COLOR:#ffffff; background-color:#ffffff" bgcolor="#ffffff"><tbody style="BORDER-TOP:transparent 0px solid; BORDER-RIGHT:transparent 0px solid; BORDER-BOTTOM:transparent 0px solid; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; BORDER-LEFT:transparent 0px solid"><tr><th class="small-12 columns acym__wysid__row__element__th" style="FONT-SIZE:16px; HEIGHT:auto; FONT-FAMILY:Helvetica,Arial,sans-serif; WIDTH:580px; FONT-WEIGHT:400; COLOR:#0a0a0a; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; TEXT-ALIGN:left; LINE-HEIGHT:1.3" valign="top"><table style="MARGIN-BOTTOM:0px; HEIGHT:auto; WIDTH:100%; VERTICAL-ALIGN:top; BORDER-COLLAPSE:collapse; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; TEXT-ALIGN:left; MIN-HEIGHT:0px; BORDER-SPACING:0; DISPLAY:table"><tbody style="BORDER-TOP:transparent 0px solid; BORDER-RIGHT:transparent 0px solid; BORDER-BOTTOM:transparent 0px solid; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; MIN-HEIGHT:0px; BORDER-LEFT:transparent 0px solid; DISPLAY:table-row-group"><tr><td><div spellcheck="false" contenteditable="false" style="HEIGHT: 100%; POSITION: relative; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST: 100%"><span style="-MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%"><!--StartFragment--></span><p style="FONT-SIZE: 12px; FONT-FAMILY: Helvetica; FONT-WEIGHT: normal; COLOR: rgb(51,51,51); -MS-TEXT-SIZE-ADJUST: 100%; FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; MARGIN: 0.21cm 0px; mso-line-height-rule: exactly"><span style="-MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%"><b style="-MS-TEXT-SIZE-ADJUST: 100%">Würzburg</b> (POW) Die Frauenseelsorge im Bistum Würzburg lädt am Mittwoch 18. November, von 10 bis 16.30 Uhr zu einem Seminar zum Thema „Sich selbst finden und Gott treu bleiben. Der Weg Edith Steins“ in das Würzburger Burkardushaus ein. Edith Stein (1891-1942) war Jüdin und Preußin, Frauenrechtlerin und Philosophin, Katholikin, Karmelitin und Opfer der Shoah. Die Teilnehmerinnen lernen Steins Weg kennen und entdecken sie als Weggefährtin, „wenn es für uns selbst darum geht, uns treu zu bleiben und immer wieder neu auszurichten“, heißt es in der Einladung. Referentin ist Dr. Hildegard Gosebrink, Leiterin der Arbeitsstelle Frauenseelsorge der Freisinger Bischofskonferenz. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Arbeitsstelle Frauenseelsorge der Freisinger Bischofskonferenz. Die Teilnahme kostet pro Person 45 Euro. Darin enthalten sind die Kursgebühr, Übernachtung und Vollverpflegung. Anmeldung bis Donnerstag, 1. Oktober, per E-Mail an frauenseelsorge@bistum-wuerzburg.de. Weitere Informationen im Internet unter <a href="https://frauenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/termine/va-ansicht/sich-selbst-treu-bleiben-und-von-gott-finden-lassen-2026-20-1/" target="_blank">https://frauenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/termine/va-ansicht/sich-selbst-treu-bleiben-und-von-gott-finden-lassen-2026-20-1/</a>.</span></p><span style="-MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%"><!--EndFragment--></span></div></td></tr></tbody></table></th></tr></tbody></table></td></tr></tbody></table></center></td></tr></tbody></table></div>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75108</guid><pubDate>Thu, 17 Sep 2026 13:34:02 +0200</pubDate><title>Veranstaltung der Frauenseelsorge: „Ein Tag für Frauen, die trauern“</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/veranstaltung-der-frauenseelsorge-ein-tag-fuer-frauen-die-trauern-1/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<div id="acym__wysid__template" style="BORDER-BOTTOM:medium none; BORDER-TOP:medium none; BORDER-RIGHT:medium none; PADDING-BOTTOM:0px; PADDING-TOP:0px; PADDING-LEFT:0px; BORDER-LEFT:medium none; PADDING-RIGHT:0px"><table class="body" style="FONT-SIZE:16px; HEIGHT:100%; FONT-FAMILY:Helvetica,Arial,sans-serif; WIDTH:100%; VERTICAL-ALIGN:top; BACKGROUND:#f3f3f3; BORDER-COLLAPSE:collapse; FONT-WEIGHT:400; COLOR:#0a0a0a; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; TEXT-ALIGN:left; BORDER-SPACING:0; LINE-HEIGHT:1.3"><tbody style="BORDER-TOP:transparent 0px solid; BORDER-RIGHT:transparent 0px solid; BORDER-BOTTOM:transparent 0px solid; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; BORDER-LEFT:transparent 0px solid"><tr><td valign="top" align="center" style="background-color:#f3f3f3"><center style="WIDTH:100%; MIN-WIDTH:580px; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%"><table style="MARGIN-BOTTOM:0px; MAX-WIDTH:580px; VERTICAL-ALIGN:top; BORDER-COLLAPSE:collapse; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; TEXT-ALIGN:left; BORDER-SPACING:0; width:100%" align="center"><tbody style="BORDER-TOP:transparent 0px solid; BORDER-RIGHT:transparent 0px solid; BORDER-BOTTOM:transparent 0px solid; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; BORDER-LEFT:transparent 0px solid"><tr><td bgcolor="#ffffff" style="background-color:#ffffff"><table style="MARGIN-BOTTOM:0px; BORDER-TOP:0px; BORDER-RIGHT:0px; WIDTH:100%; VERTICAL-ALIGN:top; BORDER-BOTTOM:0px; POSITION:relative; PADDING-BOTTOM:10px; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; TEXT-ALIGN:left; PADDING-TOP:10px; PADDING-LEFT:10px; BORDER-SPACING:0; BORDER-LEFT:0px; Z-INDEX:100; PADDING-RIGHT:10px; BACKGROUND-COLOR:#ffffff; background-color:#ffffff" bgcolor="#ffffff"><tbody style="BORDER-TOP:transparent 0px solid; BORDER-RIGHT:transparent 0px solid; BORDER-BOTTOM:transparent 0px solid; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; BORDER-LEFT:transparent 0px solid"><tr><th class="small-12 columns acym__wysid__row__element__th" style="FONT-SIZE:16px; HEIGHT:auto; FONT-FAMILY:Helvetica,Arial,sans-serif; WIDTH:580px; FONT-WEIGHT:400; COLOR:#0a0a0a; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; TEXT-ALIGN:left; LINE-HEIGHT:1.3" valign="top"><table style="MARGIN-BOTTOM:0px; HEIGHT:auto; WIDTH:100%; VERTICAL-ALIGN:top; BORDER-COLLAPSE:collapse; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; TEXT-ALIGN:left; MIN-HEIGHT:0px; BORDER-SPACING:0; DISPLAY:table"><tbody style="BORDER-TOP:transparent 0px solid; BORDER-RIGHT:transparent 0px solid; BORDER-BOTTOM:transparent 0px solid; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%; MIN-HEIGHT:0px; BORDER-LEFT:transparent 0px solid; DISPLAY:table-row-group"><tr><td><div spellcheck="false" contenteditable="false" style="HEIGHT: 100%; POSITION: relative; -MS-TEXT-SIZE-ADJUST: 100%"><span style="-MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%"><!--StartFragment--></span><p style="FONT-SIZE: 12px; FONT-FAMILY: Helvetica; FONT-WEIGHT: normal; COLOR: rgb(51,51,51); -MS-TEXT-SIZE-ADJUST: 100%; FONT-STYLE: normal; TEXT-ALIGN: left; MARGIN: 0.21cm 0px; mso-line-height-rule: exactly"><span style="-MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%"><b style="-MS-TEXT-SIZE-ADJUST: 100%">Würzburg</b> (POW) Unter der Überschrift „Du bist einfach nicht mehr da. Ein Tag für Frauen, die trauern“ steht eine Veranstaltung am Samstag, 21. November, von 9.30 bis 17 Uhr im Exerzitienhaus Himmelspforten, Mainaustraße 42 in Würzburg. Veranstalter ist die Frauenseelsorge im Bistum Würzburg in Zusammenarbeit mit der Hospiz- und Trauerpastoral der Diözese Würzburg und der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Würzburg. Egal ob es der Partner, die Eltern, ein Kind, Geschwister, der Freund oder die Freundin ist: Ihr Tod hinterlässt eine Lücke, der Verlust schmerzt. Vieles verändert sich, manchmal auch alles. „Wir wollen der Trauer Raum geben und im Gespräch mit Anderen erfahren, wie sie mit einer ähnlichen Situation umgehen. Darüber hinaus gibt es Anregungen, die Trauer besser zu verstehen und vielleicht neue Möglichkeiten und Perspektiven zu entdecken“, heißt es in der Ankündigung. Referentin ist Cornelia Krines-Eder, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Trauerberaterin (RTB Nürnberg), zertifizierte Erwachsenenbildnerin (FH), Boundary-based-awareness Coach und Mitarbeiterin in der Notfallseelsorge. Die Teilnahme kostet pro Person 45 Euro. Darin enthalten sind die Kursgebühr, Mittagessen und Nachmittagskaffee. Anmeldung bis Montag, 5. Oktober, per E-Mail an frauenseelsorge@bistum-wuerzburg.de. Mehr im Internet unter <a href="https://frauenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/termine/va-ansicht/du-bist-einfach-nicht-mehr-da-2026-21/" target="_blank">https://frauenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/termine/va-ansicht/du-bist-einfach-nicht-mehr-da-2026-21/</a>.</span></p><span style="-MS-TEXT-SIZE-ADJUST:100%"><!--EndFragment--></span></div></td></tr></tbody></table></th></tr></tbody></table></td></tr></tbody></table></center></td></tr></tbody></table></div>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75107</guid><pubDate>Thu, 17 Sep 2026 13:28:58 +0200</pubDate><title>Auf den Spuren von Franziskus</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/auf-den-spuren-von-franziskus-3/</link><description>Würzburger Pilgergruppe in Assisi
Reisegruppe aus der Diözese Würzburg in Assisi – 63 Pilgerinnen und Pilger eine Woche mit Bischof Dr. Franz Jung unterwegs</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Assisi/Würzburg</strong> (POW) Über 16 Stunden Busfahrt haben Pilgerinnen und Pilger aus Unterfranken in der Nacht von Montag, 14. September, auf Dienstag, 15. September, auf sich genommen. Ihr Ziel: der Wallfahrtsort Assisi in der italienischen Region Umbrien. Der Geburts- und Sterbeort des heiligen Franziskus, des Begründers des Franziskanerordens.</p><p>Gemeinsam mit drei Brüdern des Würzburger Franziskaner-Minoriten-Klosters und dem Reiseunternehmen spiritel hatte Bischof Dr. Franz Jung zu dieser Pilgerfahrt eingeladen. 63 Männer und Frauen aus Unterfranken sind dem Ruf gefolgt. Aus verschiedenen Orten des Bistums wie Aschaffenburg, Dettelbach, Haßfurt, Schweinfurt, Veitshöchheim und Würzburg wurden die Teilnehmenden von zwei Bussen abgeholt. Durch Österreich und Italien fuhren sie über den Brenner Richtung Italien.</p><p>Bischof Jung war besonders daran gelegen, die Reise nach Assisi in diesem Jahr anzutreten: „Zum Gedenken an den 800. Jahrestag des ,Transitus', also des ,Übergangs', des Todes, von Franziskus.“ Der Gedenktag wird jährlich am Abend des 3. Oktobers gefeiert. Am 4. Oktober ist der eigentliche Namenstag des Heiligen, somit auch der Namenstag von Bischof Jung. Das von Papst Leo XIV. ausgerufene franziskanische Jubiläumsjahr begann am 10. Januar 2026 und läuft noch bis zum 10. Januar 2027. Mit dem diesjährigen Jubiläumsjahr geht in Assisi ein seit 2023 dauerndes Gedenken zu Ende. Dem Jubiläum des 800. Todestages von Franziskus waren der 800. Jahrestag der Ordensregel, der ersten Krippe von Greccio, der Stigmatisation, also der Wundmale des Franziskus, sowie des Sonnengesangs des Heiligen vorausgegangen.</p><p>Bischof Jung lud die Pilgerinnen und Pilger ein, bei der Fahrt die Quellen sprechen zu lassen. Es gebe kaum einen Heiligen in der katholischen Kirche, von dem es so viele schriftliche Überlieferungen gebe. In seiner Lebensgeschichte werde eindrücklich beschrieben, wie Franziskus sich aus seiner Familie löste, um seinen eigenen Weg der Christusnachfolge zu gehen. „Er begab sich auf eine dramatische Suche, bis er gefunden hatte, was zu ihm passte“, sagte der Bischof. Dabei stelle das zwölfte Jahrhundert eine Zeit der Suche dar. Reformen und Fragen nach der Entwicklung der Kirche seien laut geworden. Darin schlug die Stunde des heiligen Franziskus. „Franziskus' Botschaft lautete: Wir müssen wieder zum Evangelium zurückkehren. Das soll der Rahmen unserer Reise sein. In den kommenden Tagen wollen wir versuchen, dem heiligen Franziskus auf die Spur zu kommen.“ Franziskus als Figur sei für die damalige Zeit provokant gewesen und bleibe bis heute eine Provokation. Es gelte, sich von ihm als Vorbild inspirieren, aber auch hinterfragen zu lassen.</p><p>Während der Busfahrt gab Bischof Jung verschiedene Impulse zum Leben des heiligen Franziskus mit auf den Weg. Für jeden Impuls hielt der Bischof Anregungen zum Austausch untereinander bereit. Zum Beispiel: „Was bedeutet es für uns, wenn man das Evangelium heute wörtlich nehmen will?“ oder „Wann hat mich das letzte Mal ein Wort des Evangeliums getroffen?“ Die Pilgerinnen und Pilger im Bus kamen dadurch miteinander ins Gespräch.</p><p>Kurzweiliger fühlte sich die lange Fahrt auch dank der Gebete und Gesänge an. Gemeinsam wurde unter anderem der Sonnengesang des heiligen Franziskus gebetet. Mit der Niederschrift des Gebets begann dieser ein Jahr vor seinem Tod, als er bereits schwer erkrankt und fast erblindet war. Bischof Jung gab den Pilgerinnen und Pilgern mit auf den Weg: „Stimmt ein in das große Gotteslob anstatt in die große Klage. Unser Modus ist die Dauerklage, der Modus des Franziskus ist das Gotteslob.“ Das Gebet sei laut Bischof Jung „das höchste Loblied auf Gott“.</p><p>Nach der Ankunft in Assisi bezog die Pilgergruppe ihre beiden Hotels, die direkt am Eingang zum historischen Stadtkern mit Blick über die Berglandschaft liegen. Danach hatten sie Zeit, anzukommen und die Stadt zu erkunden. Der Tagesausklang fand beim gemeinsamen Abendessen statt.</p><p>Die Pilgergruppe wird bis Montag, 21. September, in Assisi bleiben. Geplant ist unter anderem eine private Führung mit anschließender Messfeier in der Basilika. Weitere Programmpunkte sind eine Fahrt zum Monte Alverna, ein Besuch der Stadt Arezzo sowie die Besichtigung der ersten Weihnachtskrippe in Greccio.</p><p><em>Aus Assisi berichtet Judith Reinders (POW)</em></p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75106</guid><pubDate>Thu, 17 Sep 2026 13:25:48 +0200</pubDate><title>Wochenende für Mütter und Töchter: „Zuhause in meinem Körper“</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/wochenende-fuer-muetter-und-toechter-zuhause-in-meinem-koerper-4/</link><description>Miltenberg (POW) Unter der Überschrift „Zuhause in meinem Körper“ lädt die Frauenseelsorge im Bistum Würzburg Mütter mit Töchtern im Alter von neun bis 14 Jahren zu einer Entdeckungsreise in das Jugendhaus Sankt Kilian, Bürgstädter Straße 8 in Miltenberg, ein.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Termin ist von Freitag, 13. November, 18 Uhr, bis Samstag, 14. November, 17 Uhr. „Wir machen uns vertraut mit der Sprache des weiblichen Körpers, erleben die Vorgänge rund um das Zyklusgeschehen und gelangen an das Ziel der Reise: sich zuhause fühlen im eigenen Körper“, heißt es in der Ankündigung. Mädchen können aktiv in der Zyklusshow dem Geheimcode ihres Körpers auf die Spur kommen. Sie erfahren, was in ihrem Körper vorgeht, wenn sie eine Frau werden, und warum Frauen einen Zyklus und ihre Tage haben. Sie erleben mit, wie die Östrogenfreundinnen sich in ihrem Körper um ihr Wohl sorgen und wie ein ganz spezieller Partyservice die Bühne des Lebens immer wieder neu vorbereitet. Die Mütter gehen zusammen auf eine Reise durch den Zyklus der Frau. So können sie die Sprache des weiblichen Körpers neu verstehen. Mit Musik, Bildern und Texten wird das Wissen über das Geschehen vertieft. Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit mit dem Referat Partnerschaft – Familie, Fachstelle für Natürliche Familienplanung (NFP) und MFM-Programm. In der Teilnahmegebühr von 100 Euro pro Mutter-Tochter-Paar sind die Kursgebühr, Übernachtung und Vollverpflegung enthalten. Anmeldung bis Montag, 28. September, per E Mail an <a href="mailto:frauenseelsorge@bistum-wuerzburg.de">frauenseelsorge@bistum-wuerzburg.de</a>. Weitere Informationen im Internet unter <a href="https://frauenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/termine/va-ansicht/zuhause-in-meinem-koerper-eine-entdeckungreise-fuer-muetter-und-toechter-9-14-j-2026-19/" target="_blank">https://frauenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/termine/va-ansicht/zuhause-in-meinem-koerper-eine-entdeckungreise-fuer-muetter-und-toechter-9-14-j-2026-19/</a>.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75105</guid><pubDate>Thu, 17 Sep 2026 13:24:37 +0200</pubDate><title>Frauenseelsorge lädt zum „Weg in die Stille“</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/frauenseelsorge-laedt-zum-weg-in-die-stille-5/</link><description>Würzburg (POW) Zu einem dreiteiligen „Weg in die Stille“ lädt die Frauenseelsorge im Bistum Würzburg ab Donnerstag, 5. November, von 19 bis 20 Uhr im Exerzitienhaus Himmelspforten, Mainaustraße 42 in Würzburg, ein.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Die weiteren Termine sind jeweils mittwochs am 11. und 18. November zur gleichen Uhrzeit. „Als Vorbereitung auf die adventliche Zeit laden wir ein, innezuhalten, bei sich selbst anzukommen und sich im gemeinsamen Schweigen auf die göttliche Mitte auszurichten“, heißt es in der Einladung. In der ruhigen Atmosphäre von Himmelspforten können die Teilnehmerinnen sich sammeln und aus dem Vielerlei des Alltags den Weg nach innen gehen. Referentin ist Ritaschwester Carmen Fuchs. Die Teilnahme kostet pro Person 15 Euro für alle drei Termine. Anmeldung per E-Mail an <a href="mailto:frauenseelsorge@bistum-wuerzburg.de">frauenseelsorge@bistum-wuerzburg.de</a> bis Montag, 21. September. Mehr Informationen im Internet unter <a href="https://frauenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/termine/va-ansicht/weg-in-die-stille-2026-18/" target="_blank">https://frauenseelsorge.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/termine/va-ansicht/weg-in-die-stille-2026-18/</a>.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75104</guid><pubDate>Thu, 17 Sep 2026 13:18:57 +0200</pubDate><title>Neues Angebot: Gottesdienst in englischer Sprache in Sankt Anton</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/neues-angebot-gottesdienst-in-englischer-sprache-in-sankt-anton-1/</link><description></description><content:encoded><![CDATA[<p>Schweinfurt (POW) Hochschulseelsorger Thorsten Kneuer von der Katholischen Hochschulseelsorge gestaltet ab sofort einmal im Monat einen englischsprachigen Gottesdienst gemeinsam mit Marion Hammer von casaVielfalt in der Schweinfurter Pfarrkirche Sankt Anton. Das neue Angebot richtet sich besonders an internationale Studierende, aber auch an alle, die gerne einen Gottesdienst in englischer Sprache mitfeiern möchten. Hefte mit Liedern und Texten in deutscher und englischer Sprache helfen dabei, gemeinsam zu beten und zu singen. Auch nach der Messe geht die Gemeinschaft weiter: Bei Limonade und Keksen können die Mitfeiernden miteinander ins Gespräch kommen und neue Kontakte knüpfen. Die „Holy Mass“ findet einmal im Monat jeweils samstags um 18 Uhr in Sankt Anton statt. Nächster Termin ist am 17. Oktober.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75103</guid><pubDate>Thu, 17 Sep 2026 13:08:34 +0200</pubDate><title>Tipps für einen guten Start ins neue Schuljahr</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/tipps-fuer-einen-guten-start-ins-neue-schuljahr-1/</link><description>Die Schulseelsorger Florian Oberle und Thorsten Kneuer raten, Ängste von Kindern ernst zu nehmen und gemeinsam neugierig zu sein</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Der Beginn eines neuen Schuljahres ist für viele Kinder mit Aufregung verbunden. Für manche ist es der erste Schultag überhaupt, andere wechseln die Schule oder müssen sich an eine neue Klasse gewöhnen. Florian Oberle, Diözesanreferent für Schulpastoral im Bistum Würzburg, sieht darin eine besondere Chance: „Aller Anfang ist schwer und gleichzeitig wohnt jedem Anfang ein Zauber inne.“ In dieser Spannung beginne Schule für viele Kinder.</p><p>Eltern könnten ihren Kindern den Einstieg erleichtern, indem sie gemeinsam mit ihnen den Schulweg gehen und sich die neue Schule anschauen, empfiehlt Thorsten Kneuer, Diözesanreferent für Schulpastoral und Hochschulseelsorger im Bistum Würzburg. Auch ein Blick auf die Schulhomepage könne helfen, einen ersten Eindruck zu bekommen. Entscheidend sei, gemeinsam neugierig auf das zu sein, was kommt.</p><p>Gerade Schulanfänger seien beim Start meist nicht auf sich allein gestellt. Eltern, Großeltern, Lehrkräfte und Mitschüler begleiteten sie. Auch kleine Zeichen könnten dieses Gefühl der Gemeinschaft und Begleitung stärken. Bei einem Schulanfangsgottesdienst im vergangenen Jahr erhielten Erstklässler beispielsweise einen kleinen Engel als Reflektor für den Schulranzen. „Da ist noch jemand, der mitgeht. Ich bin begleitet und beschützt“, beschreibt Oberle den Gedanken dahinter.</p><p>Auch gemeinsame Aktionen könnten Kindern zeigen, dass sie Teil einer neuen Gemeinschaft sind. Oberle erinnert sich an einen Schulanfang unter dem Motto „Schule ist wie ein bunter Blumengarten“. Die Kinder bekamen einen Blumenstempel auf die Hand. Das habe Verbundenheit geschaffen und ihnen das Gefühl gegeben: „Ich habe etwas, was mich mit anderen verbindet.“</p><p>Hilfreich seien außerdem persönliche Rituale. Eine kleine Überraschung in der Brotdose könne ebenso dazugehören wie ein eigenes Ritual des Kindes. Für Oberle kann etwa ein kleines Kreuzzeichen auf der Hand ein persönliches „Pluszeichen“ sein: „Du bist gut, du schaffst das.“ Auch Lieblingsmusik auf dem Weg zur Schule könne helfen, sich zu regulieren und entspannter in den Tag zu starten. „Es darf auch leicht sein“, sagt der Schulseelsorger.</p><p>Besonders wichtig sei es, Ängste von Kindern ernst zu nehmen. Kneuer rät Eltern, Aussagen wie „Du brauchst doch keine Angst zu haben“ zu vermeiden. Stattdessen sollten sie nachfragen und zuhören. Hinter der Angst könnten ganz unterschiedliche Gründe stecken – etwa eine Schulaufgabe, Probleme mit Mitschülern, Leistungsdruck oder eine diffuse Unsicherheit, die das Kind selbst noch nicht benennen könne.</p><p>Eltern sollten deshalb Räume schaffen, in denen Kinder über ihre Gefühle sprechen können. Feste Zeiten für Gespräche könnten dabei helfen. Wenn ein Kind von sich aus das Gespräch suche, sollten Eltern nach Möglichkeit sofort Zeit zum Zuhören finden. „Das Allerwichtigste ist, es sehr ernst zu nehmen“, betont Kneuer.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75102</guid><pubDate>Thu, 17 Sep 2026 12:38:35 +0200</pubDate><title>„Es war einfach ein Kunstgenuss“</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/es-war-einfach-ein-kunstgenuss-1/</link><description>Romwallfahrt der Kirchenchöre 2026
Teilnehmende der Romwallfahrt der Kirchenchöre wieder zurück im Bistum Würzburg</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rom/Brixen</strong> (POW) Nachdem am Samstag, 12. September, im Brixner Dom in Südtirol der letzte Ton des Blasorchesters verklungen war, flüsterte Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle ein leises „Bravo“ an Chor und Orchester. Es war der gebührende Abschluss der Romwallfahrt der Kirchenchöre, die mit einer Eucharistiefeier für die Pilgerinnen und Pilger endete. Nach einer Woche mit vielen zu Fuß und mit dem Bus zurückgelegten Kilometern, sieben Eucharistiefeiern und Tausenden Tönen sind die 520 Wallfahrerinnen und Wallfahrer wieder gut im Bistum Würzburg angekommen.</p><p>Am Sonntag, 6. September, brachen die Pilgernden zusammen mit Bischof Dr. Franz Jung nach Italien auf. Nach zwei langen Reisetagen kamen sie am Montagabend, 7. September, in Rom an. Was folgte, waren drei ereignisreiche Tage in der Ewigen Stadt. Die Pilger besuchten die Sehenswürdigkeiten wie das Pantheon, die Spanische Treppe und den Trevi-Brunnen. Auch zahlreiche Kirchen standen auf dem Programm. So wurden mit der „Basilica di San Giovanni in Laterano“ (Lateranbasilika), „San Paolo fuori le mura“ (Sankt Paul vor den Mauern) und „San Pietro in Vaticano“ (Petersdom) gleich drei der vier römischen Papstbasiliken besucht. Zudem war eine Eucharistiefeier in der Sant’Ignazio-Kirche vor allem für Bischof Jung etwas Besonderes. In der Kirche des heiligen Ignatius und des Jesuitenordens wurde Bischof Jung am 10. Oktober 1992 zum Priester geweiht. Im Anschluss an die Messe bezeichnete er sein Gefühl während des Gottesdienstes mit den Worten: „Es hat sich angefühlt wie nach Hause kommen.“</p><p>Am Mittwoch, 9. September, folgte, was viele im Nachhinein als den Höhepunkt der Reise bezeichneten – die Papstaudienz mit anschließendem Gottesdienst im Petersdom. Mit rund 22.000 Gläubigen aus Dutzenden Ländern jubelten die Pilgernden aus dem Bistum Würzburg auf dem Petersplatz besonders, als Papst Leo XIV. sie direkt ansprach und ihnen für das Glaubensbekenntnis dankte. „Erinnern wir uns daran, dass es unsere höchste Berufung ist, Gott zu loben und zu preisen“, sagte Papst Leo. Doch damit nicht genug. Am Nachmittag durften die Chöre zusammen mit Bischof Jung Eucharistie feiern – im Petersdom. Im Zentrum des Christentums, in einer bedeutsamen Kirche, kam die Kraft der Chöre noch einmal besonders zum Vorschein. So wurden viele der Touristen im Petersdom magnetisch vom Chorgesang angezogen. Doch die Romwallfahrt war damit noch nicht vorbei.</p><p>Das Wetter wechselte am Donnerstag von sommerlicher Wärme zu einem Gewitter. Doch das konnte die gute Laune der Wallfahrerinnen und Wallfahrer nicht brechen. In der Sankt-Cecilia-Kirche im römischen Stadtteil Trastevere zeigten sich die Pilgerinnen und Pilger unbeeindruckt. Die kleine Kirche wurde nicht zufällig als Ort für einen Gottesdienst ausgesucht. Die heilige Cäcilia von Rom ist Schutzpatronin der Kirchenmusik. Eine Fügung, welche die Kirchenchöre sowie der Kammerchor unter der Leitung von Christian Stegmann ein weiteres Mal mit Klängen würdigten, die in diesen Kirchen eigentlich gar nicht üblich sind. So schwärmte nach dem Gottesdienst ein italienischer Priester, der die Kirche zufällig besuchte, vom Gesang: „Wir haben in Italien nicht so eine starke Chorkultur, also ist es wunderbar, so etwas zu hören. Großes Kompliment.“ Nach drei Tagen in Rom reisten die Chöre am Freitag, 11. September, wieder in Richtung Würzburg, bevor am Samstag, 12. September, die Wallfahrt in Brixen offiziell endete.</p><p>Zum Abschluss dankte Diözesanmusikdirektor Aberle allen Beteiligten der Chorwallfahrt: den Organisatoren, seinem Team der Fachstelle Kirchenmusik, den Busleiterinnen und Busfahrern sowie dem Blasorchester. „Die Mühe, die wir auf uns genommen haben, mit den Proben und der Organisation, hat sich wirklich gelohnt.“ Aberle dankte auch Bischof Jung: „Ein herzliches Vergelts Gott für die vergangenen Tage. Die Lust, mit der Sie Tag für Tag zum Gottesdienst gekommen sind, war wirklich schön.“ Letztlich wurde den wohl wichtigsten Akteuren gedankt: den Chorsängerinnen und Chorsängern. „Ohne Euch wäre diese Reise nicht möglich.“ Besonders hob er den Gesang während des Abschlussgottesdienstes hervor. „Heute war das einfach ein Kunstgenuss. Ich habe jedes Stück mit Euch genossen.“ Auch Bischof Jung blickte positiv auf die Romwallfahrt zurück. „Es war wirklich schön zu sehen, wie in dieser Woche eine Gemeinschaft entstanden ist. Vor allem bei den Gottesdiensten war dieses Gefühl besonders stark.“</p><p>Die Teilnehmenden zogen ebenfalls ein positives Fazit. Trotz eines sehr anstrengenden Programms habe es Spaß gemacht, sagte Gabriele Berthold aus Würzburg. „Ich fand es sehr beeindruckend. Die Stadt, aber auch die Gottesdienste.“ Auch für die Pilgerin Claudia Wirt hat sich die Reise gelohnt. „Es war schön, das alles zu erleben, besonders das Gefühl der Gemeinschaft. Ich bin selber kein Sänger, aber ich würde es trotzdem jederzeit wieder machen.“</p><p>Dass die Wallfahrerinnen und Wallfahrer auch nach sieben Tagen Wallfahrt noch nicht genug hatten, zeigte sich auf der Rückfahrt. Selbst im Bus wurden noch kurz vor Würzburg wieder Lieder angestimmt. So gehen die Chöre wieder in ihre Pfarreien, um in deutlich kleinerer Zahl zu singen. Was aber vielleicht bleibt, ist dieses so oft betonte Gefühl von Gemeinschaft.</p><p><em>Aus Rom berichtet Paul Frigger (POW)</em></p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75018</guid><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 18:50:57 +0200</pubDate><title>Unterstützung für Menschen in schwierigen Situationen</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/unterstuetzung-fuer-menschen-in-schwierigen-situationen-2/</link><description>Kollekte des Würzburger Katholikentags in Tansania und Würzburg übergeben</description><content:encoded><![CDATA[<p class="MsoBodyText"><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial"><strong style="box-sizing:border-box; font-weight:700">Würzburg/Mbinga</strong> (POW/KT) Insgesamt 53.462,71 Euro hat die Kollekte der Gottesdienste auf dem 104.&nbsp;Deutschen Katholikentag in Würzburg ergeben. Diese wurde nun zu gleichen Teilen an ein Internat für Kinder mit Albinismus in Mbinga in Tansania und den Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser in Würzburg übergeben.&nbsp;</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Generalvikar Dr. Jürgen Vondran, Vorstandsmitglied im Trägerverein des 104. Deutschen Katholikentags Würzburg, nutzte seine Tansaniareise zum Würzburger Partnerbistum Mbinga und seinen Besuch im Internat Sankt Albin für eine symbolische Scheckübergabe der Kollekte. Er wurde dort zusammen mit Bischof John C. Ndimbo vom Schulleiter der Wilhelm-Heinz-Schule, Thimothe Ndunguru, und der Leiterin des Internats, Schwester Thekla Rumgu, sowie vielen begeisterten Kindern empfangen. In einer kleinen Zeremonie dankte Bischof Ndimbo den Organisatoren des Katholikentags sowie dem Bistum Würzburg für die Auswahl des Kollektenprojektes. „Sie haben damit ein starkes Zeichen der Solidarität zwischen den Kirchen in Tansania und in Deutschland gesetzt. Mit der Spende können wir in unserem Internat für Kinder mit Albinismus den Bau eines Jungentrakts in Angriff nehmen. Damit können wir ihnen bald, wie bereits seit drei Jahren den Mädchen, ein gutes Zuhause und bessere Lernbedingungen bieten. Mein Dank gilt allen Spendern. – Asante Sana! (Suaheli: Herzlichen Dank!)“ Sankt Albin ist die einzige Schule im Süden Tansanias, die auf die speziellen Bedürfnisse von Kindern mit Albinismus ausgerichtet ist. Diese haben oft mit Vorurteilen und Vernachlässigung zu kämpfen. Das von Ordensschwestern geleitete Internat Sankt Albin bietet diesen Kindern einen geschützten Raum zum Lernen und Wachsen. Die Diözese übernimmt die Verpflegung, Kleidung, medizinische Betreuung und den Schulbesuch in der Wilhelm-Heinz-Bistumsschule.&nbsp;&nbsp;</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Eine zweite Scheckübergabe fand in dieser Woche am Würzburger Kiliansdom statt. Vor dem Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser überreichte Sabrina Frenkel, stellvertretende Geschäftsführerin des Katholikentags, den symbolischen Scheck an das Team der Würzburger Malteser.&nbsp;</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">„Wir sind sehr froh und dankbar über diese tolle Unterstützung durch den Katholikentag für unser Herzenswunsch-Krankenwagen-Projekt“, sagte Martina Mirus, Diözesanleiterin der Würzburger Malteser. „Damit rückt auch die Hospizarbeit der Malteser in den Mittelpunkt und wir können zeigen, dass es Lebensqualität bis zum letzten Moment geben kann und wir Menschen in dieser Phase noch einmal nahe sein können.“ Durch den Katholikentag habe sich die Anfrage nach letzten Herzenswünschen deutlich erhöht. Der Herzenswunsch-Krankenwagen sei seitdem etwa alle zwei Wochen im Einsatz, berichtet das Malteser-Team weiter. Zum Beispiel habe man einem 14-jährigen schwerkranken Jungen noch einmal einen Urlaub mit Familie in einem Leipziger Hospiz ermöglicht. Aber auch viele kleine Fahrten zu Enkelkindern, Freundinnen und Freunden sowie Familienfesten haben stattgefunden. Die Kosten für alle diese Fahrten und der Erhalt des Fahrzeuges werden aus Spenden wie denen der Katholikentags-Teilnehmerinnen&nbsp;und -nehmer&nbsp; finanziert&nbsp;</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Die 53.462,71 Euro für beide Projekte spendeten die Teilnehmerinnen und -nehmer des Katholikentags während der zahlreichen kleinen und großen Gottesdienste. Zusätzlich gingen durch Zuschauerinnen und -schauer der Fernsehübertragungen sowie des Streamingprogramms des Katholikentags Spenden ein.&nbsp;</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Frenkel zeigte sich sehr erfreut über dieses Ergebnis: „Wir danken allen, die mit Ihrer Spende beim Katholikentag Menschen in sehr schwierigen Situationen ganz konkret Mut gemacht haben. Damit haben sie auch all jene ermutigt, die sich, wie bei den Maltesern oder im Bistum Mbinga täglich für Schwache und Kranke einsetzen. Denn dieses Geld ist auch eine deutliche Anerkennung ihrer Arbeit.“&nbsp;</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Der 104. Deutsche Katholikentag fand vom 13. bis zum 17. Mai in Würzburg statt. Katholikentage werden vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) in der Regel alle zwei Jahre an wechselnden Orten veranstaltet. Der nächste Katholikentag ist in zwei Jahren im Erzbistum Paderborn. &nbsp;</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75017</guid><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 18:47:09 +0200</pubDate><title>Chorklänge im Petersdom</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/chorklaenge-im-petersdom-1/</link><description>Romwallfahrt der Kirchenchöre 2026
Emotionaler Tag in der Vatikanstadt – Nach der Papstaudienz feiert Bischof Jung mit den Wallfahrern im Petersdom Eucharistie</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rom/Vatikanstadt</strong> (POW) Als sich frühmorgens am Mittwoch, 9. September, die Menschenmassen auf den Petersplatz drängen, ist die Aufregung bei den 520 Pilgerinnen und Pilgern aus dem Bistum Würzburg groß. Das Highlight der Romwallfahrt der Kirchenchöre und Ziel der Pilgerreise ist erreicht: der Vatikan mit dem Petersdom. Doch nicht nur das. An diesem sonnigen Tag nehmen die Mitglieder der Kirchenchöre an einer Papstaudienz teilnehmen. Nach den strengen Sicherheitskontrollen werden sie in das vordere Drittel des Petersplatzes geleitet. Ein Blick nach rechts und links macht die weltkirchliche Dimension dieses Moments deutlich. Würzburger Pilgerinnen und Pilger sitzen neben Gläubigen aus Polen, Brasilien und Spanien. Zu Beginn der Audienz sind es laut Vatican News 22.000&nbsp;Menschen, die sich auf dem Petersplatz versammelt haben.</p><p>Je mehr Zeit vergeht und je voller der Platz wird, desto spürbarer steigt die Anspannung. Um 9.50 Uhr regen sich dann die ersten Köpfe, Kameras und Handys. Als Papst Leo XIV. plötzlich auf der Videoleinwand erscheint, ertönt Jubel. Langsam arbeitet sich das Papamobil an den Gläubigen vorbei. Auf der Leinwand ist zu sehen, wie der Papst Kinder segnet und den Gläubigen mit beeindruckender Ruhe zuwinkt. Stetig kommt er näher – bis er schließlich, nur für einen kurzen Moment, an den Würzburger Pilgerinnen und Pilgern vorbeifährt. „Papa!“, „Leo!“, rufen Hunderte Menschen.</p><p>In seiner Ansprache hebt der Papst die Bedeutung der Menschenwürde für die Gegenwart hervor. Die Würde von Personen hänge nicht von individuellen Fähigkeiten, Reichtum oder gesellschaftlicher Position ab. „Menschsein heißt immer Beziehung, Gemeinschaft und Teilhabe mit Gott und anderen.“ Mensch zu sein bedeute, sich selbst als ein Geschenk zu begreifen, welches mit anderen geteilt werden solle. Als sei es nicht bedeutend genug, eine Rede des Papstes auf dem Petersplatz zu hören, dürfen sich die Chorsängerinnen und -sänger über einen speziellen Gruß des Papstes freuen. Er dankt den Würzburger Pilgerinnen und Pilgern für ihr Glaubensbekenntnis. „Erinnern wir uns daran, dass es unsere höchste Berufung ist, Gott zu loben und zu preisen. Sein Lob sei immer in eurem Mund.“ Ein Gruß, der bei den Wallfahrerinnen und Wallfahrern Jubel erzeugt.</p><p>Allein dieses Erlebnis wäre genug, um diesen Tag und die ganze Romwallfahrt unvergesslich zu machen. Doch es ist nur das erste Highlight eines ereignisreichen Tages. Nach einer kurzer Mittagspause versammeln sich alle Pilgernden im Petersdom. Viele schwärmen noch immer von der Audienz.</p><p>Die prunkvollen Verzierungen und das Gefühl, in einem der wichtigsten Orte des Christentums zu stehen, lassen viele Pilgernde staunen. Stetig führt es die Gruppe in den hinteren Teil der Kirche. Vorbei an Papstgräbern, Denkmälern und der Bronzestatue des heiligen Petrus. In der „Cathedra Sancti Petri Apostoli“, der Apsis der Basilika, ist alles für einen Gottesdienst vorbereitet. Langsam füllen sich die Stuhlreihen mit Sängerinnen und Sängern. Nach kurzem Einsingen beginnt die Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Franz Jung. Die gewaltige Stimmkraft der Pilgernden unter der Leitung von Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle schallt durch den Petersdom. Und während die Kommunion gespendet wird, ist es der Kammerchor unter der Leitung von Christian Stegman, welcher trotz leiserer Klänge diesen Moment für viele besonders macht.</p><p>An der Absperrung, die von dem Sicherheitspersonal der Basilika errichtet wurde, sammeln sich immer mehr Touristen. Sie zücken ihre Handys, filmen das Innere des Doms oder lauschen einfach der Musik. Auch hier ist es nebensächlich, dass viele die deutschen Verse nicht verstehen. Ein Sicherheitsmitarbeiter berichtet mit strahlenden Augen, dass es der schönste Gottesdienst gewesen sei, den er von einer ausländischen Gruppe erlebt habe: „Vielen Dank, ich habe mich wie im Himmel gefühlt.“</p><p>Auch Bischof Jung hebt in seiner Predigt die Besonderheit dieses Moments hervor. „Wie schön, dass wir hier in der Hauptkirche des Christentums zusammen Gottesdienst feiern dürfen.“ Er zeigt auf den großen Bischofsthron, welcher in der „Cathedra Sancti Petri Apostoli“ über dem Altar zu schweben scheint. Es ist ein Thron aus vergoldeter Bronze, flankiert von zwei Engelsstatuen, und er ist fast 15&nbsp;Meter hoch. Er wird gesäumt von vier fast sechs Meter hohen Statuen, die griechische und lateinische Kirchenlehrer darstellen. Doch der große, goldene Bischofsthron ist nur eine Schutzhülle. Im Inneren soll ein antiker Holzthron sein, welcher einmal der eigentliche Bischofsstuhl des heiligen Petrus gewesen sein soll. „Als ich 1990 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hier in den Petersdom kam, in einer Zeit, in der Machthaber gestürzt wurden, habe ich diesen leeren Thron angeschaut. Auf einmal traf es mich: Bei uns muss niemand gestürzt werden“, berichtet Bischof Jung. „Dieser Thron ist leer. Denn er gebührt im Letzten nur Christus. Und alle, ob Papst, Bischof oder Priester, haben die Aufgabe, diesen Platz für Christus freizuhalten.“ Deswegen würden diejenigen seliggepriesen, die sich nicht selbst groß machen. „Es werden die seliggepriesen, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit. Wir sind als Christen gerufen, diesen Hunger mitzuempfinden und ihn mit Christus zu sättigen.“</p><p>Nach dem Gottesdienst bittet Bischof Jung zwei Pilgernde nach vorne: Margaretha und Manfred Schmidt feiern an diesem Tag ihr 50. Ehejubiläum. „Es geht hier in der Basilika des heiligen Petrus um die Treue bis in den Tod. Um das, was sich Eheleute am Tag ihrer Trauung versprechen. Danke für dieses wunderbare Zeugnis.“ Dann spendet Bischof Jung dem Ehepaar zum Ehejubiläum im Petersdom den Segen.</p><p>Nach einem ereignisreichen Tag werden die Wallfahrerinnen und Wallfahrer noch durch den Petersdom geführt. Zweifelsohne für viele ein anstrengender Tag, doch auch ein unvergesslicher.</p><p>Aus Rom berichtet Paul Frigger (POW)</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75016</guid><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 18:43:25 +0200</pubDate><title>„Kirche in Bayern“: Landwirtschaft als sozialer Motor</title><link>https://sw.main-franken-katholisch.de/aktuelles/nachrichten/detail/ansicht/kirche-in-bayern-landwirtschaft-als-sozialer-motor-1/</link><description>Würzburg (POW) 450 Jahre Stiftung Juliusspital Würzburg – das bedeutet nicht nur Krankenhaus, Pflege und Hospiz. Seit der Gründung durch Fürstbischof Julius Echter gehören auch Landwirtschaft, Weinbau und Forstwirtschaft zum Fundament der Stiftung.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Mit deren Erträgen finanziert diese bis heute ihren sozialen Auftrag. Beim Hoffest auf Gut Seligenstadt warfen Besucherinnen und Besucher einen Blick hinter die Kulissen. Zudem wurde ein neuer Getreidespeicher eingeweiht. Darüber berichtet das ökumenische Fernsehmagazin „Kirche in Bayern“ in seiner Sendung am Sonntag, 13. September. Durch das Programm führt Agnes Krafft. In Freising findet vom 16. bis 18. September der 30. Internationale Kongress des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis statt. Über 200 Teilnehmende aus 26 Ländern suchen nach Antworten auf eine zentrale Frage: Wie gelingt gesellschaftlicher Zusammenhalt – in Ost und West, im Alltag, in den Städten, Kirchen und Nachbarschaften und über Europas Grenzen hinweg. Vor über 40&nbsp;Jahren floh Risaaq Nur aus Somalia. Der Start in Deutschland war alles andere als leicht. Doch er biss sich durch und wurde Koch. Heute sorgt er in einer Nürnberger Schulmensa für raffiniert gewürzte Gerichte und ansteckend gute Laune. Weil er genau weiß, wie schwer ein Neuanfang ist, begleitet Nur ehrenamtlich junge Geflüchtete. Rudolf Lunkenbein: Dieser Name sagt den allermeisten nichts. Doch seine ist Biografie außergewöhnlich: Er stammte aus Oberfranken, entwickelte sich zum Befreiungstheologen und wurde 1976 in Brasilien ermordet, weil er in dem Dorf Meruri Indigenen vom Stamm der Boë-Bororo half, ihr Land gegen Großgrundbesitzer zu verteidigen. Wenn Kirchen aufgegeben werden, stellt sich die Frage: Was wird aus den Gebäuden? In Würzburg gibt es darauf eine ungewöhnliche Antwort. Ab Sommer 2027 soll hier Bayerns erste „Boulderkirche“ entstehen – eine ehemalige Kirche, in der künftig geklettert werden kann. Entweiht, also profaniert, wurde das Gotteshaus bereits im Juni.&nbsp; 24 Stunden als Einsiedler leben: Das wollte Reporter Alois Bierl ausprobieren und hat sich für einen Tag in die Klause in Nüchternbrunn im Landkreis Miesbach zurückgezogen. Nach einer ersten Einweisung durch den Pfarrer ist er ganz auf sich gestellt, ohne Strom und Handy. „Kirche in Bayern“ ist nahezu flächendeckend in ganz Bayern zu sehen, und zwar sonntags jeweils auf den Lokalsendern sowie im Internet auf <a href="http://wotsch.tv/" target="_blank" rel="noreferrer">wotsch.tv</a>. Informationen im Internet unter <a href="http://www.kircheinbayern.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.kircheinbayern.de</a>.</p>]]></content:encoded><category>Dekanat Schweinfurt (nicht bearbeiten!)</category></item></channel></rss>