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Schweinfurter Olympia-Morata-Gymnasium feiert erste gymnasiale Kleidertauschparty

(POW) Fruchtspieße genießen, herumschlendern, gute Musik hören, Ausschau nach gebrauchten, aber schönen Kleidungsstücken halten – so hat der Schultag am Dienstag, 15.Oktober, am Olympia-Morata-Gymnasium (OMG) in Schweinfurt ausgesehen. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich ganz praktisch mit den Themen nachhaltige Kleidung, Fair Fashion sowie soziale und ökologische Standards in der Textilindustrie auseinander. Mit viel Liebe zum Detail entstand ein bunter Aktionstag, teilen das OMG und der Regionalverband Schweinfurt des Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mit.

Federführend vorbereitet wurde die Veranstaltung von den Lehrerinnen Carolin Sauer und Elisabeth Seyschab. Bei der Durchführung wurden sie von den Mitgliedern des großen Fairtrade-Teams der Schule unterstützt wurden. Beratend zur Seite stand ihnen Pastoralreferent Florian Meier vom BDKJ. Er war einer der Ideengeber für diesen Aktionstag und brachte die Erfahrung von „kross – Junge Kirche Schweinfurt“ ein. Auch „kross“ veranstaltet seit mehreren Jahren Kleidertauschpartys.

Die Frage, die sich die Organisatoren im Vorfeld stellten war, ob ein Event, zu dem normalerweise um die 50 Personen kommen, auch mit über 500 Schülerinnen und Schülern funktionieren könnte. Wie sich jedoch herausstellte, waren die Sorgen dank Gruppeneinteilung unbegründet. Nachdem zuerst eine halbe Stunde unter anderem durch einen Film in das Thema eingeführt wurde, hatten alle Gruppen anschließend Zeit, in einer großen Auswahl neue Kleider zu finden. Diese gaben die Kinder und Jugendlichen in den Tagen und Wochen vor der Veranstaltung beim Organisationsteam ab. Damit war bereits eine erste kleine Hausaufgabe erledigt. Die Schülerinnen und Schüler mussten ihren eigenen Kleiderschrank inspizieren und reflektierten somit automatisch ihren eigenen Konsum. Es galt, schöner Second-Hand-Mode einen neuen Wert zu geben.

Neben dem Herzstück des Aktionstages, dem Tauschen von Kleidern, war jedoch noch viel mehr geboten, durch das das Profil des Olympia-Morata-Gymnasiums als Fairtrade-Schule klar erkennbar wurde. Unter Mitarbeit engagierter Lehrkräfte bereiteten verschiedene Klassen Informationsstände und Workshops vor. Dort gab es viel Wissenswertes rund um das Thema Wolle, sowohl vom Schaf als auch von der Pflanze. Außerdem wurde die globalen Vernetzung anhand der „Weltreise einer Jeans“ und anderer „One World“-Aspekte verdeutlicht. Die Vor- und Nachteile des neuen, staatlichen Siegels „Der grüne Knopf“ wurden dargelegt und das eigene Wissen über die verschiedenen Siegel zu ökologischen und sozialen Standards bei Kleidungsstücken konnte getestet werden. Großer Beliebtheit erfreute sich auch der Stand zum „Upcycling“. Dort wurden aus alten Stoffresten spielerisch neue, „schicke“ Designs entworfen. Ebenfalls aktiv werden konnten die „Partygäste“ am Infostand der Rot-Kreuz-Läden. Hierfür brachte Sabine Ruß vom Roten Kreuz Originalsäcke von der Kleidersammlung mit. Die Schülerinnen und Schüler konnten dort selbst sortieren und entscheiden, was davon wie weiter verwendet wird. Dabei erfuhren sie ganz nebenbei, welche Verwertungsmöglichkeiten es gibt, vom Verkauf in Second-Hand-Geschäften bis hin zur Ausgabe in Kleiderkammern für Bedürftige und der Weiterverwendung als textiler Rohstoff beispielsweise in der Industrie.

Die bisher nicht getauschten Kleider freuen sich noch zwei Wochen in den Räumlichkeiten des OMG auf neue Besitzerinnen und Besitzer. Danach werden sie als Spende dem Roten Kreuz für die weitere Verwendung zur Verfügung gestellt.

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