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Im Miteinander das Reich Gottes erfahrbar machen

Diakonenweihe im Kiliansdom – Weihbischof Ulrich Boom weiht fünf Ständige Diakone und einen Priesteramtskandidaten

Würzburg (POW) „Nur eine dienende Kirche dient der Welt.“ Das hat Weihbischof Ulrich Boom bei der Diakonenweihe im Würzburger Kiliansdom am Samstag, 25. September, betont. „Je mehr wir dienen und uns in Dienst nehmen lassen von der Welt, desto besser kommt Gott, der Vater aller Menschen, zum Vorschein.“ Unter Handauflegung und Gebet weihte der Weihbischof Andreas Hofer (39) aus Zeil am Main, Thorsten Hueller (43) aus Haßfurt, Martin Kaiser (61) aus Bad Bocklet, Siegbert Kuhnen (48) aus Langenleiten und Klaus Solik (49) aus Grafenrheinfeld zu Ständigen Diakonen. Ebenso empfing Thomas Elbert (38) aus Wenighösbach, der auf dem Weg zur Priesterweihe ist, die Diakonenweihe. Die Feier stand unter dem Satz aus dem Petrusbrief: „Wer dient, der diene aus der Kraft, die Gott verleiht.“

An dem Gottesdienst unter Corona-Hygieneauflagen nahmen unter anderem Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, Domvikar Regens Peter Göttke, Bischöflich Beauftragter und Ausbildungsleiter für die Ständigen Diakone, Domvikar Spiritual Paul Weismantel, Artur Eisenacher, Diözesanreferent für die Ständigen Diakone, Karl Pöppel, Spiritual der Ständigen Diakone,  zahlreiche Domkapitulare, Priester und Diakone sowie Verwandte, Familie und Freunde der neuen Diakone teil.

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In seiner Predigt betrachtete Weihbischof Boom das Bild „Fürsorge“ von Thomas Lange aus der Pfarrkirche Sankt Kilian im Würzburger Juliusspital, das auch auf dem Liturgieheft zur Diakonenweihe abgebildet ist. „Es zeigt den Dreiklang von Fürsorge, Barmherzigkeit und Befreiung, also Dimensionen, in denen der Dienst eines Hospitals, eines Krankenhauses anklingt.“ Fürstbischof Julius Echter, der Stifter des Juliusspitals, habe in seiner Zeit das Glaubensleben mit Blick auf die Grunddienste der Kirche erneuert, erklärte der Weihbischof: Liturgia, Martyria und Diakonia – Feier des Gottesdienstes, Bezeugung des Gotteswortes und der Dienst an und für die Menschen. Wo Christinnen und Christen, Bischöfe, Priester und Diakone, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zuhause sein sollen, das sei im Bild „Fürsorge“ gesagt: „Wo wir füreinander und miteinander sorgen, wird das Leben erträglich, gelingt es und kommt ein Stück Himmel auf die Erde, wird das Reich Gottes erfahrbar.“

Auch ein Priester oder ein Bischof bleibe Diakon, betonte Weihbischof Boom. „Der Dienst ist nie überholt, er wird im priesterlichen und bischöflichen Dienst nur noch einmal vertieft.“ Nicht von ungefähr spiele das Evangelium eine herausragende Rolle in der Liturgie der Diakonenweihe. „Es geht nicht nur darum, das Evangelium mit Leben anzufüllen, sondern dass das Evangelium von der Menschenfreundlichkeit Gottes Hand und Fuß bekommt.“ Das sei sehr anspruchsvoll. „Es gilt wie immer, Christus ähnlich zu werden, nicht mehr und nicht weniger.“ Das gehe nur mit Gottes Hilfe, betonte der Weihbischof: „Wo wir nicht auf Gott setzen, bleibt unser ,Gemeinsam Kirche sein‘ Menschenwerk und zerstörbar und all unsere Dienste werden dann zur Selbstdarstellung.“

Das Bild aus dem Juliusspital könne eine Hilfe sein, erläuterte der Weihbischof. Die Gestalt, der auf dem Bild unter die Arme gegriffen werde, sei ein Engel. „Engel sind Boten, die Gottes Wort zum Menschen bringen. In jeder Verkündigung des Evangeliums sollen wir engelgleich – bescheiden und demütig – Gottes Wort zum Menschen bringen.“ Im Hintergrund des Bildes seien Gott und Mensch, Alte und Junge, Frauen und Männer zu sehen, die den Boten halten, tragen und stützen. „Wir sind und bleiben Menschen mit Schwächen und Fehlern, Unvollkommenheiten und Mängeln. Wir brauchen Gemeinschaft und Familie, Partner und Freunde, Menschenhände und Menschenworte, um halten zu können, was wir versprechen. In ihnen dürfen wir Gott am Werk sehen. Wo wir uns gehalten und getragen wissen, können wir zum Halt für andere werden. Was uns geschenkt wird – Geborgenheit bei Gott –, das sollen wir der Welt dienend weitergeben, ganz nah und weltweit.“

Die Weihekandidaten kämen mitten aus dem Leben, sagte Weihbischof Boom: „Ihr habt erfahren, was das Leben lehrt. Ihr wisst aber auch, dass wir ohne die Hilfe Gottes, der uns in Jesus Christus seine Liebe und Nähe gezeigt hat, nicht bestehen.“ Je mehr man diene und sich in den Dienst nehmen lasse von der Welt, desto besser komme Gott zum Vorschein. Nur eine dienende Kirche diene der Welt, betonte der Weihbischof. „Wo wir Gott ganz nah sind, in Gesellschaft und Familie, Gemeinschaft und Gemeinde, sind wir dem Menschen am nächsten, weil er uns immer wieder in Menschengestalt entgegenkommt, in all den Menschen, die unserer Hilfe und Fürsorge bedürfen.“

Zu Beginn der Weihe wurden die Kandidaten einzeln aufgerufen. Sie versprachen, ihr Leben an Jesus Christus auszurichten und ihm besonders in Armen, Kranken, Heimatlosen, Notleidenden und allen Ausgegrenzten zu dienen. Dem Bischof gelobten sie Gehorsam. Thomas Elbert, Andreas Hofer und Siegbert Kuhnen erklärten außerdem ihre Bereitschaft, zukünftig zölibatär zu leben. Während der Anrufung der Heiligen lagen die Weihekandidaten als Zeichen der Hingabe an Christus ausgestreckt auf dem Boden. Danach legte ihnen Weihbischof Boom schweigend die Hände auf und sprach das Weihegebet. Nach der Weihe wurden die Diakone mit Stola und Dalmatik bekleidet und bekamen das Evangelienbuch überreicht. Anschließend umarmten der Weihbischof und die Verantwortlichen für die Ausbildung der Ständigen Diakone die Neugeweihten als Zeichen der brüderlichen Verbundenheit. Die Ehefrauen von Thorsten Hueller, Martin Kaiser und Klaus Solik erklärten bereits zu Beginn der Messe ihre Bereitschaft, den Dienst ihres Mannes zu unterstützen.

Am Ende des Gottesdienstes dankte Martin Kaiser im Namen der Neugeweihten allen, die die Männer auf ihrem bisherigen Weg begleitet und an der Feier im Dom mitgewirkt haben sowie ihren Familien für ihre Geduld und ihr Verständnis: „Wir möchten Euch in unseren Herzen behalten.“ Auf Spanisch dankte er zudem allen, die in Chile, Mexiko und Venezuela mitgefeiert haben. Besonders dankte er Weihbischof Boom und gratulierte ihm zu seinem Geburtstag, der ebenfalls auf den Tag der Diakonenweihe fiel: „Wir freuen uns ganz besonders, dass wir heute durch Sie unser Diakonat bekommen haben.“

Diözesanmusikdirektor Gregor Frede (Orgel) und Ronja Dittmar (Trompete) begleiteten den Weihegottesdienst musikalisch. Die Kollekte war für die Würzburger Straßenambulanz bestimmt.

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