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Großer Sprung bei digitaler Barrierefreiheit

Internetseiten des Bistums Würzburg besser für Menschen mit Sehschwäche zugänglich – Zusammenarbeit mit Start-Up-Unternehmen aus Margetshöchheim

Würzburg/Margetshöchheim (POW) Die Internetseiten der katholischen Kirche in Unterfranken sind für Menschen mit Sehschwäche wesentlich zugänglicher geworden. Durch den Einsatz der Software „Eye-Able“ des Margetshöchheimer Start-Ups „Web Inclusion“ können nun rund 250 zentrale Internetseiten des Bistums Würzburg an zahlreiche Sehstörungen individuell angepasst werden. „Die vielfältigen Möglichkeiten von ‚Eye-Able‘ haben uns überzeugt. Seit Jahren optimieren wir nur Teilbereiche unserer Seiten. Nun können wir umfassend Menschen mit Behinderung einen neuen Zugang bieten und auch leichteren Beeinträchtigungen oder Gewohnheiten entgegenkommen“, betont Johannes Schenkel, Leiter des Sachgebiets Internet, Intranet und Social Media im Medienhaus der Diözese Würzburg.

„Blinde Menschen sind meist bereits mit Werkzeugen wie einem Screenreader ausgestattet, Menschen mit eingeschränkter Sehleistung kämpfen sich hingegen durchs Netz“, sagt Schenkel weiter. Dabei machten sie einen größeren Teil der Bevölkerung und so auch der Besucher von Internetseiten aus. Auch hätten die meisten älteren Menschen eine nachlassende Sehleistung: „,Eye-Able‘ gibt ihnen zahlreiche Möglichkeiten an die Hand, unsere Seiten leichter zu erkunden. Über einen Schalter auf unseren Seiten kann jeder Besucher nun die Darstellung der Inhalte beliebig an seine Bedürfnisse anpassen.“

Überzeugt hat die Verantwortlichen im Medienhaus der Diözese auch die Geschichte hinter der Software: Der Bezug zur Zielgruppe von „Web Inclusion“ sei geprägt durch die persönlichen Erfahrungen und Beziehungen zu Betroffenen. Schon seit der Grundschulzeit kenne der Geschäftsführer Oliver Greiner Personen mit Seheinschränkungen. Sein bester Freund leide an einer genetisch bedingten Augenerkrankung. Jahrelang habe Greiner miterlebt, welche Probleme sein Freund mit einer Restsehfähigkeit von zwölf Prozent bei der Bedienung von Endgeräten und Webseiten hatte. Mit „Eye-Able“ ist aufgrund dieser Erfahrungen eine Software entstanden, die diese Schwierigkeiten zu bewältigen hilft. Seit März 2021 ist das fertige Produkt auf dem Markt.

Laut „Web Inclusion“ sind die Probleme, denen Sehbehinderte im Internet begegnen, aufgrund der großen Bandbreite an Sehstörungen sehr unterschiedlich. „Eye-Able“ unterstützt darum individuelle Anpassungen von Schriftgröße, Farben und Kontrasten. Inhalte können auch auf das Wesentliche reduziert werden, um eine Reizüberflutung zu vermeiden. Alle Funktionen und die Oberfläche der Software werden in enger Zusammenarbeit mit Betroffenen und offiziellen Institutionen für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelt. Augenfreundliche Einstellungen ermöglichen auch Menschen ohne Beeinträchtigung ein deutlich entspannteres Nutzungserlebnis.

Das Gründerteam besteht aus vier Personen. Oliver Greiner ist der Geschäftsführer und verfolgt die Idee einer Software für visuelle Barrierefreiheit schon seit mehreren Jahren. Sein Bruder Tobias Greiner ist der Entwickler des Teams. Christian Schmidt übernimmt den Bereich Marketing und Design. Eric Braun ist für finanzielle und betriebliche Angelegenheiten zuständig. Unterstützt wird das Team von Luis-Fernando Peralta in Vertrieb und Management.

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