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Füreinander Halt sein

Welttag der Suizidprävention am 10. September – Fachstelle Suizidberatung, Gesprächsladen, Telefonseelsorge, Sozialpsychiatrischer Dienst und Selbsthilfegruppe AGUS bieten Hilfe

Würzburg (POW) „Füreinander Halt sein – Gemeinsam für das Leben“: Unter diesem Leitwort steht der diesjährige Welttag der Suizidprävention am Donnerstag, 10. September, in Würzburg. Der Welttag der Suizidprävention ist eine gemeinsame Veranstaltung der Fachstelle Suizidberatung Würzburg, der Telefonseelsorge Würzburg/Main-Rhön, des Gesprächsladens der Augustiner, des Vereins „Angehörige um Suizid“ (AGUS) sowie des Sozialpsychiatrischen Dienstes des Erthal-Sozialwerks. Sie alle bieten in unterschiedlicher Form Hilfe für von Suizid betroffene Menschen an. Mit ihrem Programm wollen sie Gesprächsmöglichkeiten schaffen und einer Tabuisierung des Themas „Suizid“ entgegenwirken: „Tragen Sie dazu bei, unser Motto mit Leben zu füllen!“

An Infoständen können sich Interessierte über Hilfsangebote informieren sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der unterschiedlichen Einrichtungen sprechen. Diese sind von 10 bis 16 Uhr in der Stadtbücherei im Falkenhaus und von 13 bis 16 Uhr vor dem Gesprächsladen der Augustiner, Am Dominikanerplatz 4, aufgebaut.

In der Augustinerkirche wird um 17 Uhr ein Ritual für die Seele angeboten. Es lädt dazu ein, der Trauer Raum zu geben, der Verstorbenen zu gedenken sowie Stärkung und Trost zum Weiterleben zu erhalten.

Der Tag schließt mit einem besonderen musikalischen Abend um 19.30 Uhr in der Augustinerkirche. Die Sängerin Ann-Kristin Lauber-Neu gestaltet gemeinsam mit ihrem langjährigen Pianisten Dominik Schreiber ein Konzertprogramm unter dem Titel „Musik für die Seele“. Das Repertoire reicht von Pop und Soul bis zu eigenen Liedern, in denen sie die Themen Abschied, Verlust und Trauer ebenso aufgreift wie Hoffnung, Glaube und Neubeginn. „Die Songs schaffen Raum zum Nachdenken, zum Innehalten und Berührtwerden und schenken zugleich Momente der Hoffnung, Zuversicht und Freude“, heißt es in der Einladung. Im Anschluss stellen sich die unterschiedlichen Einrichtungen vor und bieten Austauschmöglichkeiten an. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Fachstelle Suizidberatung am Kardinal-Döpfner-Platz 1 in Würzburg, Telefon 0931/571717, Internet www.fachstelle-suizidberatung.de, ist von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Die Einrichtung ist eine spezialisierte Beratungsstelle für Menschen in akuten Krisen und bei Suizidgefahr. Auch Angehörige und andere Bezugspersonen von Menschen in Krisen finden hier Unterstützung.

Der Gesprächsladen am Würzburger Dominikanerplatz hat montags, dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr sowie mittwochs von 10 bis 13 Uhr und 17 bis 19 Uhr geöffnet. Dort suchen Personen Hilfe und Entlastung in einer Lebenskrise oder belastenden Lebenssituation. Vielen dieser Menschen fehlen in ihrem Umfeld andere Menschen, die hinschauen, nachfragen und über das mit ihnen reden, was das Leben schwer macht. 

Für durch Suizid Hinterbliebene ist die Selbsthilfegruppe AGUS (Angehörige um Suizid) eine wichtige Hilfe, erst einmal für das eigene Weiterleben nach ihrem Verlust und als Schutz vor eigener Suizidalität, und als Unterstützung für die Neuorientierung im eigenen Leben. Nähere Informationen im Internet unter agus-selbsthilfe.de. 

Die Telefonseelsorge Würzburg/Main-Rhön ist rund um die Uhr unter den gebührenfreien Rufnummern 0800/1110111 oder 0800/1110222 erreichbar. Zudem bietet sie unter www.telefonseelsorge.de auch Hilfe online, im Chat oder per Mail an.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Erthal-Sozialwerks ist Informations-, Beratungs-, Betreuungs- und Behandlungszentrum für Menschen mit psychischer Erkrankung. An Standorten in Würzburg, Gemünden und Marktheidenfeld steht ihnen ein Team aus Sozialpädagog(inn)en, Psycholog(inn)en beziehungsweise Genesungsbegleiter(inn)en zur Seite. In Karlstadt gibt es zudem eine wöchentliche Kontaktgruppe. Informationen im Internet unter www.erthal-sozialwerk.de/spdi/.

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