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„Eine starke Botschaft für die heutige Zeit“

Bundesversammlung des Kolpingwerks Deutschland – Drei Mitglieder des Diözesanverbands Würzburg im Bundesvorstand – Mitgliedschaft bei der AfD mit einer Kolpingmitgliedschaft unvereinbar

Köln/Würzburg (POW) Fast 250 Delegierte aus 27 Kolping-Diözesanverbänden haben an der Bundesversammlung von Freitag bis Sonntag, 7. bis 9. November, in Köln teilgenommen. Das Kolpingwerk Diözesanverband Würzburg war mit acht Delegierten vertreten. Das schreibt der Verband in einer Pressemitteilung. Bei den Neuwahlen wurde die bisherige stellvertretende Bundesvorsitzende Klaudia Rudersdorf (Essen) zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Neuer Bundespräses ist Pastor Sebastian Schulz (Paderborn). Stellvertretende Bundesvorsitzende sind Michaela Brönner und Sven-Marco Meng aus dem Diözesanverband Würzburg. Brönner war zuvor Bundesleiterin der Kolpingjugend. Meng ist bereits seit 2024 im Amt und wurde wiedergewählt. Zudem wurde Ruth Förtsch, ebenfalls Diözesanverband Würzburg, in den Finanzausschuss gewählt.

In einem Grußwort, das von Bundessekretärin Alexandra Horster vorgelesen wurde, dankte Bundeskanzler Friedrich Merz der scheidenden Bundesvorsitzenden Ursula Groden-Kranich für ihr Engagement an der Spitze von Kolping Deutschland. Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, überbrachte die Grüße der Landesregierung. Er dankte dem gesamten Verband für das nicht nur punktuelle, sondern ausdauernde Engagement in der Gesellschaft. Das sei das, was das Land brauche. Kolping sei mit den Händen dabei, das zeichne das Kolpingwerk im Besonderen aus. „Ohne ehrenamtliches Engagement ist kein Staat zu machen. Wenn Sie sich einmischen, etwa als Kolpingjugend zur Wehrpflicht, dann nehme ich das sehr ernst“, sagte Liminski. „Wir brauchen eine präsente, aktive und auch kritische Kirche. Mit anderen Worten: Seien Sie laut!“ Abschließend dankt er im Namen der Landesregierung Groden-Kranich für ihr Engagement als Bundesvorsitzende.

Bundespräses Schulz, zurzeit noch als Diözesanpräses des Kolpingwerkes Diözesanverband Paderborn tätig, erklärte: „Ich möchte als Seelsorger bei den Menschen sein, das hat mich zu Kolping geführt. Unser Leitbild, das aufzeigt, wie wir Kirche mitgestalten können, hat mich motiviert, für das Amt zu kandidieren. Kolping hat eine starke Botschaft für die heutige Zeit. Kolping kann den Menschen geistliche Heimat und Perspektive geben.“ Er folgt auf Hans-Joachim Wahl, der in seine Heimatdiözese zurückkehrt. Als Geistliche Leiterin wurde Maria Adams (Diözese Köln) bestätigt. Zudem wurden zehn weitere Bundesvorstandsmitglieder gewählt, der Vorstand wurde dabei weiblicher und jünger. Für den Finanzausschuss wurden sieben Mitglieder gewählt, darunter erneut Ruth Förtsch (Diözese Würzburg).

Die Delegierten verabschiedeten eine neue Satzung für Kolping Deutschland und eine neue Mustersatzung für Kolpingsfamilien, worin die Zusammensetzung der Vorstandsgremien vereinfacht wurde. Mit überwältigender Mehrheit wurde der Beschluss gefasst, dass eine Mitgliedschaft bei der AfD mit einer Kolpingmitgliedschaft unvereinbar ist. Er basiert auf der Erklärung „Unvereinbarkeit einer Kolpingmitgliedschaft mit einer AfD-Mitgliedschaft“, die der Bundeshauptausschuss 2023 in Osnabrück verabschiedet hatte. Außerdem entschied die Versammlung, dass Kolping Deutschland bis spätestens 2035 klimaneutral wird.